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Broke by Choice

Die Rechnung

Lotto jede Woche: was zwei Tippfelder im Jahr kosten – und wie die Chance wirklich aussieht

Der Einsatz steht auf dem Schein: 1,20 Euro je Feld. Was nirgends draufsteht: die Jahreszahl, die Zahl dahinter (1 zu 139.838.160) und was aus demselben Geld in 30 Jahren würde.

von · Veröffentlicht am · 9 Minuten Lesezeit

Derselbe Betrag in drei Zeiträumen: Pro Woche 4,80 €, Pro Monat 21 €, Pro Jahr 250 €.Pro Woche4,80 €Pro Monat21 €Pro Jahr250 €

Zwei Tippfelder, Mittwoch und Samstag, jede Woche: Das sind vier Felder zu je 1,20 Euro[1], also 4,80 € in der Woche, 21 € im Monat und 250 € im Jahr. Die Bearbeitungsgebühr je Spielschein kommt hinzu; sie ist je Bundesland verschieden und deshalb hier nicht eingerechnet. Die Rechnung darunter ist dieselbe wie im Gewohnheitsrechner dieser Seite.

Von einem Feld bis zu 30 Jahren: Je Tippfeld 2,40 €, Je Woche 4,80 €, Im Jahr 250 €, 30 Jahre, Kaufkraft 9.395 €.JE TIPPFELD2,40 €JE WOCHE4,80 €IM JAHR250 €30 JAHRE, KAUFKRAFT9.395 €
Vier Größen derselben Gewohnheit: ein Tippfeld, der Wocheneinsatz, ein Jahr und 30 Jahre angelegt, die letzte Zahl in heutiger Kaufkraft. Gerechnet mit dem Gewohnheitsrechner dieser Seite: 1,20 Euro je Feld, vier Felder je Woche, 52,18 Wochen im Jahr, 5 Prozent Rendite, 2 Prozent Inflation.

Warum der Schein seinen Preis so gut versteckt

Der Lottoschein ist die Gewohnheit, die sich am wenigsten nach Ausgabe anfühlt, und das aus drei Gründen. Er kostet an der Kasse so wenig, dass niemand einen Beleg dafür aufhebt. Er kommt in Wochen, nicht in Monaten, und deshalb taucht er in keiner Monatsrechnung als Posten auf. Und er trägt eine Geschichte mit sich, die kein anderer Kassenbon trägt: Diesmal könnte es klappen.

Wie sich das summiert, zeigt der Vergleich mit unserer Kaffee-Rechnung. Der Kaffee wird an Arbeitstagen gekauft, der Schein an zwei Ziehungstagen; beides sind kleine Beträge in festem Rhythmus, und genau die addieren sich unbemerkt. Der Unterschied: Den Kaffee hat man getrunken.

Deshalb ist Lotto für diese Seite kein Moralthema, sondern ein Musterfall: wiederkehrend, unsichtbar, wöchentlich. Wer spielen will, soll spielen. Er soll nur die Jahreszahl kennen.

Ein Feld, zwei Felder, ein voller Schein: die Jahreszahl nach Einsatz

Niemand spielt genau zwei Felder. Die Rechnung skaliert aber sauber mit der Zahl der Felder und der Ziehungen, solange der Preis je Feld gleich bleibt. Ein Feld, zwei Felder und ein voller Schein mit zwölf Feldern, jeweils an beiden Ziehungstagen: Die Tabelle rechnet alle drei durch, jeweils mit 1,20 Euro je Feld[1] und ohne Bearbeitungsgebühr.

Was LOTTO 6aus49 kostet, nach Einsatz je Woche (1,20 Euro je Tippfeld, ohne Bearbeitungsgebühr)
Je WocheIm Jahr30 Jahre angelegtKaufkraft heute
Ein Feld, beide Ziehungen125 €8.513 €4.700 €
Zwei Felder, beide Ziehungen250 €17.017 €9.395 €
Zwölf Felder, beide Ziehungen1.503 €102.110 €56.372 €
Jahreskosten nach Einsatz je Woche: Ein Feld, beide Ziehungen 125 €, Zwei Felder, beide Ziehungen 250 €, Zwölf Felder, beide Ziehungen 1.503 €.Ein Feld, beide Ziehungen125 €Zwei Felder, beide Ziehungen250 €Zwölf Felder, beide Ziehungen1.503 €
Die Balkenlänge ist der Betrag: Zwei Felder ergeben einen doppelt so langen Balken wie ein Feld, der volle Schein einen sechsmal so langen wie zwei Felder. Jede Zahl kommt aus dem Gewohnheitsrechner, mit 1,20 Euro je Feld.

Lies die Tabelle einmal von unten nach oben. Wer vom vollen Schein auf zwei Felder kommt, behält 1.503 € minus 250 € im Jahr, ohne einen einzigen Ziehungstag auszulassen. Wer bei einem Feld an beiden Tagen bleibt, hat immer noch dieselbe Geschichte am Mittwoch- und am Samstagabend, für 125 € im Jahr.

So rechnest du deine eigene Zahl

Du spielst andere Felder, andere Tage, dazu Spiel 77 oder die Superzahl-Zusatzlotterien? Dann nimm deine eigenen Zahlen. Es sind vier Schritte:

  1. Den Schein ablesen. Nimm den Betrag, den du zuletzt für einen Spielschein bezahlt hast, mit allem, was darauf stand: Felder, Ziehungen, Zusatzlotterien, Bearbeitungsgebühr.
  2. Den Wochenbetrag bilden. Spielst du jede Woche denselben Schein, ist das schon der Wochenbetrag. Spielst du nur jede zweite Woche, halbiere ihn oder stell den Rhythmus im Rechner um.
  3. In den Gewohnheitsrechner eintragen. Den Wochenbetrag in das Feld „Was kostet es einmal?“, den Rhythmus auf „wöchentlich“.
  4. Den Monatsbetrag festhalten. Die Zahl für den Monat kannst du als Dauerauftrag einrichten, wenn du aufhörst oder kürzt. Die Zahl für 30 Jahre ist die Größenordnung, nicht der Plan.

Die Zahl hinter dem Schein: 1 zu 139.838.160

LOTTO.de nennt die Gewinnwahrscheinlichkeit selbst, je Gewinnklasse. Die Chance auf den Höchstgewinn, sechs Richtige mit Superzahl, beträgt 1 zu 139.838.160[2]. Die Chance auf die niedrigste Gewinnklasse, zwei Richtige mit Superzahl, beträgt 1 zu 76[2]; dort gibt es einen festen Betrag. Beide Zahlen stehen auf derselben Seite, die auch erklärt, wie sie gerechnet werden.

Gewinnklassen von LOTTO 6aus49 und die Chance je Tippfeld, wie LOTTO.de sie nennt
GewinnklasseRichtigeChance 1 zu
16 + Superzahl139.838.160[2]
2615.537.573
35 + Superzahl542.008
4560.223
54 + Superzahl10.324
641.147
73 + Superzahl567
8363
92 + Superzahl76

Zwei Dinge an dieser Tabelle sind wichtiger als die große Zahl oben. Erstens: Die Chance gilt je Tippfeld und je Ziehung. Wer zwei Felder spielt, hat zwei Chancen von 1 zu 139.838.160, nicht eine von 1 zu 70 Millionen; zwei Lose verdoppeln die Chance und den Einsatz gleichermaßen. Zweitens: Die unteren Klassen kommen vor, und sie zahlen kleine Beträge. Was davon im Jahr zurückkommt, rechnet dieser Beitrag nicht, weil es von den Gewinnquoten jeder einzelnen Ziehung abhängt und keine Quelle einen festen Jahreswert nennt. Die Jahreszahl oben ist der Einsatz, nicht der Verlust.

Was dieser Beitrag nicht rechnet

Er rechnet keinen Erwartungswert und keinen Rückfluss. Die Ausschüttungsanteile je Gewinnklasse stehen auf LOTTO.de, die Quoten einer Ziehung hängen von Einsatz und Gewinnerzahl ab, und ein Jahreswert daraus wäre eine Schätzung. Diese Seite nennt nur, was sich belegen und nachrechnen lässt: den Einsatz, die Chance je Feld und den Zukunftswert des Einsatzes.

Die 30-Jahre-Rechnung, in der ehrlichen Fassung

Jetzt die Rechnung, die in vielen Finanzvideos steht, nur vollständig. Leg die 21 € im Monat, die zwei Felder an beiden Tagen kosten, 30 Jahre lang zu 5 Prozent an: Das ergibt 17.017 € nominal.

Und dann die Zahl, die in den Videos meistens fehlt: Bei 2 Prozent Geldentwertung im Jahr sind das in heutiger Kaufkraft 9.395 €. Das ist die Zahl, mit der man vergleichen kann, nicht die nominale. Selbst eingezahlt hast du dabei 7.513 €.

Zwei Tippfelder an beiden Ziehungen, 30 Jahre lang angelegt: Depotwert nominal 17.017 €, In heutiger Kaufkraft 9.395 €, Selbst eingezahlt 7.513 €.0102030JahreDepotwert nominal17.017 €In heutiger Kaufkraft9.395 €Selbst eingezahlt7.513 €
Die durchgezogene Linie ist der Depotwert, die gestrichelte derselbe Wert in heutiger Kaufkraft, die gepunktete das selbst eingezahlte Geld. Jeder Punkt kommt aus derselben Formel wie die Endwerte darunter: 5 Prozent Rendite, 2 Prozent Inflation, monatliche Rate.

Warum wir mit 5 Prozent rechnen und die Inflation abziehen

Anderswo liest du oft 7 Prozent. Selten steht dabei, ob die Zahl vor oder nach Inflation und Fondskosten gemeint ist, und genau davon hängt die Summe am Ende ab. Wir nehmen 5 Prozent als nominalen Ansatz nach Kosten, ziehen die 2 Prozent Geldentwertung danach sichtbar ab und schreiben beide Annahmen unter jedes Ergebnis. Eine Zahl für die Zukunft ohne Annahme gibt es nicht.

Ein Beispiel: Sabine, 41, zwei Felder seit dem Studium

Sabine spielt seit dem Studium dieselben zwei Felder, Mittwoch und Samstag, und zahlt dafür 4,80 € in der Woche. Sie hat nie nachgerechnet, weil es nie wehgetan hat. Im Jahr sind das 250 €; das ist eine Zahl, die sie in ihrer Monatsübersicht nirgends findet, weil der Schein bar am Kiosk bezahlt wird.

Sie streicht nicht. Sie stellt um: ein Feld statt zwei, weiter an beiden Tagen, damit die Geschichte am Ziehungsabend bleibt, für 125 € im Jahr. Die Differenz zu vorher richtet sie als Dauerauftrag auf ein getrenntes Konto ein, am Tag nach dem Gehalt. Nach einem Jahr steht dort eine Zahl, die sie nachzählen kann; auf dem Schein stand nie eine.

Was die Kurve nicht zeigt

Drei Dinge, damit die Zahl nicht größer wirkt, als sie ist. Erstens: Die Kurve zeigt, was entsteht, wenn der Betrag wirklich angelegt wird; ein gestrichener Schein, dessen Geld im Rest des Monats aufgeht, ergibt null. Zweitens: 5 Prozent sind eine Annahme, keine Zusage; die letzten 30 Jahre sagen nichts über die nächsten. Drittens: Die Chance je Feld bleibt, was sie ist, unabhängig davon, wie lange jemand schon spielt. Ein Schein, der zwanzig Jahre lang nicht gewonnen hat, ist beim nächsten Mal nicht dran.

Und eine vierte Sache, die nichts mit der Rechnung zu tun hat: Wer merkt, dass er nicht aufhören kann, dass der Einsatz steigt oder dass er Verluste mit weiteren Scheinen ausgleichen will, hat ein anderes Problem als eine Jahreszahl. Dafür gibt es Hilfe, kostenlos und anonym; Wenn es wirklich eng ist nennt die Stellen.

Drei Wege, und was jeder davon im Jahr bedeutet

Die Rechnung kennt keinen Vorwurf, aber drei Ausgänge, und jeder hat einen Betrag. Der Baum ist keine Anleitung zum Aufhören, sondern eine Preisliste.

Drei Ausgänge, drei Jahresbeträge: Was machst du mit den zwei Feldern je Woche? Aufhören: 250 € im Jahr bleiben bei dir. Halbieren: 125 € im Jahr gehen weiter. Weiter so: 250 € im Jahr gehen weiter.Was machst du mit den zwei Feldern je Woche?Aufhören250 € im Jahrbleiben beidir.Halbieren125 € im Jahrgehen weiter.Weiter so250 € im Jahrgehen weiter.
Dieselben zwei Felder an beiden Ziehungen, drei Entscheidungen. Der Betrag ist jeweils das, was im Jahr bei dir bleibt oder weiter eingesetzt wird – gerechnet mit dem Gewohnheitsrechner, nicht geschätzt.

Noch eine Einheit, die härter ist als Euro: Zeit. Wie viele Arbeitsstunden 250 € bei deinem Netto sind, rechnet die Arbeitsstunden-Rechnung. Die Antwort hängt an deinem Netto, und sie steht in Stunden statt in Euro, für ein Spiel, dessen Chance je Feld auf einer Seite von LOTTO.de steht.

Was du dagegen tun kannst

  1. Leite den Wochenbetrag um, bevor er versickert

    Wer aufhört und das Geld einfach nicht mehr ausgibt, sieht es nie – es geht im Rest des Monats auf. Richte am Tag der Entscheidung einen Dauerauftrag über 21 € im Monat auf ein getrenntes Konto ein, am besten auf den Tag nach dem Gehaltseingang. Dann hat die Zahl aus diesem Beitrag ein Konto, auf dem man sie nach einem Jahr nachzählen kann.

  2. Wenn du weiterspielst: Ein Feld statt zwei, und die Differenz sichtbar machen

    Ein Feld an beiden Tagen kostet 125 € im Jahr und trägt dieselbe Geschichte wie zwölf. Kauf den Schein für eine Woche statt für ein Dauerabo, dann zahlst du den Preis jedes Mal einzeln und siehst ihn. Und leg die Differenz zu deinem alten Einsatz per Dauerauftrag beiseite.

  3. Fang mit dem Notgroschen an, nicht mit dem Depot

    Die 30-Jahre-Kurve ist die Größenordnung, nicht der erste Schritt. Wer keine Rücklage hat, verkauft im ersten Notfall womöglich genau dann, wenn die Kurse gerade unten sind. Wie viel Rücklage du brauchst und wo sie liegen sollte, steht in Notgroschen: wie viel du wirklich brauchst – erst danach lohnt sich die Frage nach den 5 Prozent.

Häufige Fragen

Ich spiele nicht zwei Felder, sondern einen ganzen Schein. Gilt die Rechnung trotzdem?

Ja, nur mit deiner Zahl. Die Tabelle oben rechnet ein Feld, zwei Felder und zwölf Felder durch, jeweils an beiden Ziehungen. Für jede andere Zahl multiplizierst du 1,20 Euro mit deinen Feldern und Ziehungen je Woche und trägst den Betrag in den Rechner ein. Die Rechnung ist linear: Doppelt so viele Felder kosten doppelt so viel, im Jahr wie in 30 Jahren.

Warum fehlt die Bearbeitungsgebühr in der Rechnung?

Weil sie je Bundesland und je Spielschein verschieden ist und LOTTO.de sie deshalb nur als „zuzüglich“ nennt. Wer sie einrechnen will, addiert sie zum Wochenbetrag; die Jahreszahl wird dann höher, nie niedriger.

Steigt meine Chance, wenn ich jede Woche dieselben Zahlen spiele?

Nein. Die Chance je Tippfeld und Ziehung beträgt laut LOTTO.de 1 zu 139.838.160 auf den Höchstgewinn, bei jeder Ziehung neu und unabhängig von allen vorherigen. Ein Tipp, der zwanzig Jahre nicht gewonnen hat, ist beim nächsten Mal nicht wahrscheinlicher dran.

Rechnet ihr die Gewinne gegen?

Nein. Die Quoten der unteren Gewinnklassen hängen von Einsatz und Gewinnerzahl jeder Ziehung ab, und keine Quelle nennt einen festen Jahresrückfluss. Die Jahreszahl in diesem Beitrag ist der Einsatz, nicht der Verlust; wer gewinnt, hat weniger ausgegeben, wer nicht, genau diese Zahl.

Warum rechnet ihr mit 52,18 Wochen und nicht mit 52?

Weil ein Jahr 365,25 Tage hat, das Schaltjahr auf vier Jahre verteilt, und 365,25 geteilt durch 7 ergibt 52,18 Wochen. Der Rechner dieser Seite nimmt für alle wöchentlichen Gewohnheiten denselben Wert.

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Wir beschreiben, wie Dinge funktionieren, und was sie kosten. Was zu deiner Lage passt, weißt nur du – im Zweifel mit jemandem, der sie kennt.

Quellen

  1. LOTTO.de, Spielregeln LOTTO 6aus49: Spieleinsatz 1,20 Euro je Spielfeld zuzüglich Bearbeitungsgebühren je Spielschein; Ziehungen jeden Mittwoch um 18:25 Uhr und jeden Samstag um 19:25 Uhr, Deutscher Lotto- und Totoblock, LOTTO.de, abgerufen am 21. September 2026.
  2. LOTTO.de, Gewinnwahrscheinlichkeit LOTTO 6aus49: Gewinnklasse 1 (6 Richtige + Superzahl) Chance 1 zu 139.838.160, Gewinnklasse 9 (2 Richtige + Superzahl) Chance 1 zu 76, mit den Chancen aller neun Gewinnklassen und dem Rechenweg, Deutscher Lotto- und Totoblock, LOTTO.de, abgerufen am 21. September 2026.

Die 5-Euro-Ohrfeige

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