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Broke by Choice

Arm sein ist teuer. Arm bleiben ist eine Entscheidung.

Arm weil …

Arm weil du glaubst, fünf Euro sind egal

Sie sind es auch. Einmal. Das Problem ist, dass es nie einmal ist.

von · · 7 Minuten Lesezeit

Fünf Euro am Tag sind 1.826 € im Jahr. Jeder weiß das, sobald er es liest, und praktisch niemand denkt so, während er zahlt. Das ist keine Charakterschwäche, sondern eine ziemlich gut untersuchte Eigenschaft des menschlichen Kopfes.

Warum das Gehirn hier falsch rechnet

Wir bewerten Beträge nicht absolut, sondern relativ zu dem, womit sie gerade verglichen werden. Fünf Euro neben einem Kaffee sind viel. Fünf Euro neben einer Handyrechnung sind nichts. Und fünf Euro, die 365-mal einzeln auftreten, werden nie mit ihrer Jahressumme verglichen, weil sie nie als Jahressumme auftreten.

Dazu kommt die Buchhaltung im Kopf: Wir führen getrennte Konten für „Essen unterwegs“, „Freizeit“ und „Notwendiges“, und der kleine Betrag verschwindet in einer Kategorie, in der er nicht auffällt. Das Konto, auf dem er auffiele – „Geld, das ich dieses Jahr nicht mehr habe“ – führt niemand.

Und das ist der Punkt, an dem diese Seite eine Grenze hat

Dieser Beitrag handelt von Geld, das im eigenen Verhalten steckt. Bei den allermeisten Menschen steckt dort ein dreistelliger Betrag im Monat, und den kann man zurückholen. Bei manchen steckt dort nichts, weil am Monatsende wirklich nichts übrig ist – und das liegt dann nicht an ihnen. Wenn du das gerade liest und denkst „bei mir ist es nicht der Kaffee“, dann hast du recht, und die Adressen, die weiterhelfen, stehen unter Wenn es wirklich eng ist.

Was wirklich hilft

Nicht Disziplin. Disziplin ist eine Ressource, die im Lauf des Tages abnimmt, und der Fünf-Euro-Moment kommt meistens abends. Was hilft, ist, die Entscheidung zu verschieben – weg vom Moment, hin zu einem Zeitpunkt, an dem du nicht müde und nicht hungrig bist.

Diese Rechnung läuft auf unserem Server und wird nicht gespeichert – weder dein Ergebnis noch deine Eingabe.

pro Woche

35 €

pro Monat

152 €

pro Jahr

1.826 €

Einmal 5,00 €
Mal im Jahr (täglich) 365,25
Im Jahr 1.826 €
Als Monatsrate angelegt 152 €
Nach dem Zeitraum, nominal 124.092 €
Davon in heutiger Kaufkraft 68.508 €

Annahmen dieser Rechnung

  • Angenommene Rendite je Jahr: 5,0 %
  • Angenommene Geldentwertung je Jahr: 2,0 %
  • Betrachtungszeitraum: 30
  • Gerechnet, als würde der Jahresbetrag in zwölf Monatsraten angelegt.

Was du dagegen tun kannst

  1. Rechne einmal um, dann entscheide

    Nimm die drei Beträge, die bei dir wiederkehren, und trag sie in den Rechner. Nicht um sie abzuschaffen – um sie überhaupt einmal in Jahresgröße gesehen zu haben. Bei den meisten Menschen fällt danach genau einer weg, und zwar der, der ihnen am wenigsten bedeutet hat.

  2. Ändere die Voreinstellung, nicht den Vorsatz

    Ein Vorsatz muss jeden Tag neu gefasst werden. Eine Voreinstellung wirkt von selbst: Bargeld statt Karte für die betreffende Kategorie, die Bestell-App vom Startbildschirm, die Kaffeekanne am Arbeitsplatz. Jede dieser Änderungen kostet einmal fünf Minuten und wirkt danach ohne dich.

  3. Lass die Ersparnis nicht auf dem Girokonto liegen

    Geld, das auf dem Girokonto bleibt, wird ausgegeben – nicht aus Schwäche, sondern weil es dafür da ist. Ein Dauerauftrag auf ein getrenntes Konto am Tag nach dem Gehaltseingang macht aus der Ersparnis etwas Sichtbares. Wohin damit, steht in Notgroschen: wie viel du wirklich brauchst.

Häufige Fragen

Ist das nicht Erbsenzählerei?

Es ist das Gegenteil. Erbsenzählerei wäre, jeden Einkauf zu notieren. Hier geht es um drei bis fünf wiederkehrende Posten – die zusammen fast immer mehr ausmachen als alles, was man mit Sparen an Einzelkäufen erreicht.

Warum rechnet ihr mit 365 Tagen und nicht mit Arbeitstagen?

Weil eine tägliche Gewohnheit am Wochenende nicht aufhört. Wenn deine nur an Arbeitstagen auftritt, stell den Rhythmus im Rechner um – dann sind es 250 statt 365.

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