Lohnt sich der Wechsel? Rechne es aus, bevor du drei Stunden investierst
Nicht jeder Wechsel ist es wert. Die Zahl, die das entscheidet, steht auf keiner Vergleichsseite: dein Stundenlohn dabei.
von Die Redaktion · · 5 Minuten Lesezeit
Vergleichsportale zeigen dir eine Ersparnis. Was sie nicht zeigen: wie lange du dafür brauchst. Ein Wechsel, der 12 € im Jahr spart und zwei Stunden kostet, ist ein Sechs-Euro-Stundenlohn – da ist arbeiten gehen die bessere Empfehlung.
Drei Zahlen, die getrennt gehören
- Die laufende Ersparnis. Die ehrliche Zahl für alle Folgejahre. Sie kostet dich nach dem Wechsel keine Minute mehr.
- Der Wechselbonus. Einmalig. Wer ihn in die „Ersparnis pro Jahr“ einrechnet, verspricht ihn dir jedes Jahr wieder.
- Die Wechselkosten. Ablösesumme, Anschlussgebühr, doppelte Zahlung im Übergangsmonat. Sie fallen im ersten Jahr an und danach nie wieder.
Im Beispiel oben – 95 € auf 69 € im Monat, 50 € Bonus, 45 Minuten Aufwand – sind das 362 € im ersten Jahr und 312 € in jedem weiteren.
Deine Zahlen
Das lohnt sich. 483 € je Stunde fuer 45 Minuten Arbeit.
| Bisher im Jahr | 1.140 € |
| Neu im Jahr | 828 € |
| Ersparnis je Jahr | 312 € |
| Wechselbonus, einmalig | 50 € |
| Wechselkosten, einmalig | 0,00 € |
| Im ersten Jahr | 362 € |
| Dein Stundenlohn dabei | 483 € |
Annahmen dieser Rechnung
- Ab diesem Stundenlohn nennen wir einen Wechsel lohnend. Das ist unsere Wertung, keine Messung.: 50 €
- Ein Wechselbonus zählt nur im ersten Jahr. Wer ihn in die Jahresersparnis rechnet, verspricht ihn jedes Jahr.
Woher die 50-Euro-Schwelle kommt
Wir nennen einen Wechsel lohnend, wenn er dir mindestens 50 € je Stunde Aufwand bringt. Das ist unsere Wertung und keine Messung – sie steht sichtbar unter jedem Ergebnis, damit du sie durch deine eigene ersetzen kannst.
Was du dagegen tun kannst
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Schätze den Aufwand ehrlich, nicht optimistisch
Zum Wechsel gehören: Zählerstand suchen, Kundennummer suchen, Vergleich lesen, Formular ausfüllen, Kündigung des Alten prüfen, Bestätigung ablegen. Das sind selten zehn Minuten. Rechne mit dem, was es wirklich dauert – sonst rechnest du dir den Wechsel schön.
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Fang mit dem größten Posten an
Ein Prozent von 1.200 € ist mehr als zwanzig Prozent von 50 €. Sortiere deine Verträge nach Jahresbetrag und arbeite von oben nach unten, nicht nach Ärgernis.
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Wenn es sich nicht lohnt: lass es und notiere warum
Ein Vertrag, den du geprüft und für in Ordnung befunden hast, ist erledigte Arbeit. Schreib das Datum dazu und sieh in zwölf Monaten wieder hin. Ohne Notiz prüfst du ihn jedes halbe Jahr neu und kommst jedes Mal zum selben Ergebnis.
Häufige Fragen
Warum bewertet ihr am ersten Jahr und nicht an der laufenden Ersparnis?
Weil dem Aufwand der Ertrag des ersten Jahres gegenübersteht. Die Folgejahre kosten dich keine Minute mehr – sie sind der Grund, warum sich auch ein knapper Wechsel oft lohnt, aber sie taugen nicht als Maßstab für die investierte Zeit.
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