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Broke by Choice

Die Rechnung

Rauchen: Was eine Schachtel am Tag im Jahr kostet – und was in 30 Jahren daraus würde

Der Preis steht auf jeder Schachtel. Was nirgends draufsteht: die Jahreszahl, die Steuer darin, der Preis, den der Bund für 2030 erwartet, und die Summe nach 30 Jahren – nominal und in heutiger Kaufkraft.

von · Veröffentlicht am · 11 Minuten Lesezeit

Derselbe Betrag in drei Zeiträumen: Pro Woche 63 €, Pro Monat 274 €, Pro Jahr 3.287 €.Pro Woche63 €Pro Monat274 €Pro Jahr3.287 €

Eine Schachtel am Tag zu 9 Euro kostet dich 63 € in der Woche, 274 € im Monat und 3.287 € im Jahr. Über 30 Jahre monatlich angelegt statt geraucht, wären es 223.364 € – in heutiger Kaufkraft 123.313 €. Alles, was jetzt kommt, ist der Rechenweg: die Zahl für andere Mengen, die Steuer in der Schachtel, der Preis, mit dem die Bundesregierung für 2030 rechnet, und die ehrliche Fassung der 30-Jahre-Rechnung.

Von der einzelnen Zigarette bis zu 30 Jahren: Je Zigarette 0,45 €, Je Schachtel 9,00 €, Im Jahr 3.287 €, 30 Jahre, Kaufkraft 123.313 €.JE ZIGARETTE0,45 €JE SCHACHTEL9,00 €IM JAHR3.287 €30 JAHRE, KAUFKRAFT123.313 €
Vier Größen derselben Gewohnheit: eine Zigarette, eine Schachtel, ein Jahr und 30 Jahre angelegt, die letzte Zahl in heutiger Kaufkraft. Gerechnet mit dem Gewohnheitsrechner dieser Seite: 9 Euro je 20 Stück, 365,25 Tage im Jahr, 5 Prozent Rendite, 2 Prozent Inflation.

Warum die Schachtel ihren Preis so gut versteckt

Es gibt Ausgaben, die wehtun, und Ausgaben, die man nicht bemerkt. Eine Schachtel gehört zur zweiten Sorte, aus drei Gründen. Erstens ist der Einzelbetrag klein genug, um nie eine Entscheidung zu sein: Bei 9 Euro überlegst du nicht, du bezahlst. Zweitens gibt es keine Rechnung. Ein Handyvertrag schickt dir einmal im Monat eine Zahl, ein Fitnessstudio bucht sichtbar ab, eine Schachtel hinterlässt einen Kassenbon, den du liegen lässt. Und drittens ist der Rhythmus täglich – nicht an Arbeitstagen, nicht wöchentlich, sondern jeden Tag, auch sonntags und im Urlaub.

Wie viel das ausmacht, zeigt der Vergleich mit unserer Kaffee-Rechnung. Der Kaffee fällt dort 250-mal im Jahr an, weil er nur an Arbeitstagen gekauft wird. Die Schachtel fällt 365,25-mal an; die Nachkommastellen sind das Schaltjahr. Derselbe Rechner, dieselbe Formel – nur ohne freie Tage.

Deshalb ist Rauchen für diese Seite kein Gesundheitsthema, sondern ein Musterfall: wiederkehrend, unsichtbar, täglich. Wer raucht, liest hier keine Predigt, sondern eine Zahl, die er selbst nachrechnen kann. Über Gesundheit schreibt dieser Beitrag nichts; dafür ist eine Geldseite nicht die richtige Quelle.

Fünf, zehn, zwanzig, vierzig: die Jahreszahl nach Menge

Niemand raucht genau eine Schachtel. Die Rechnung skaliert aber sauber mit der Menge, solange der Preis je Stück gleich bleibt: Fünf Zigaretten sind ein Viertel der Schachtel, also ein Viertel des Betrags. Die Tabelle rechnet vier Mengen durch, jede mit demselben Preis von 9 Euro für 20 Stück und jede mit demselben Rechner.

Was Rauchen kostet, nach Menge am Tag (Schachtel mit 20 Stück zu 9 Euro)
Am TagIm Jahr30 Jahre angelegtKaufkraft heute
5 Stück822 €55.837 €30.826 €
10 Stück1.644 €111.682 €61.656 €
20 Stück, eine Schachtel3.287 €223.364 €123.313 €
40 Stück, zwei Schachteln6.575 €446.728 €246.626 €
Jahreskosten nach Menge am Tag: 5 am Tag 822 €, 10 am Tag 1.644 €, 20 am Tag 3.287 €, 40 am Tag 6.575 €.5 am Tag822 €10 am Tag1.644 €20 am Tag3.287 €40 am Tag6.575 €
Die Balkenlänge ist der Betrag: Zehn Zigaretten am Tag ergeben einen halb so langen Balken wie zwanzig, zwei Schachteln einen doppelt so langen wie eine. Jede Zahl kommt aus dem Gewohnheitsrechner, mit 9 Euro je 20 Stück.

Lies die Tabelle einmal von unten nach oben. Wer von zwei Schachteln auf eine kommt, behält 3.287 € im Jahr. Wer von einer Schachtel auf zehn Stück kommt, behält 1.644 €. Das ist kein Argument fürs Weiterrauchen, sondern eines gegen die Idee, dass sich nur das komplette Aufhören rechnet. Eine einzelne Zigarette kostet bei diesem Preis 0,45 €. Wer jeden Tag eine weniger raucht, behält 164 € im Jahr.

So rechnest du deine eigene Zahl

Deine Marke kostet nicht 9 Euro, du rauchst nicht genau zwanzig am Tag? Dann nimm deine eigenen Zahlen. Es sind vier Schritte, und der Gewohnheitsrechner ist derselbe, der jede Zahl dieses Beitrags erzeugt hat. Gespeichert wird dort nichts.

  1. Den Preis ablesen. Nimm den Betrag, den du zuletzt für eine Schachtel bezahlt hast, und schau, wie viele Zigaretten darin sind.
  2. Den Tagesbetrag bilden. Teile den Schachtelpreis durch die Stückzahl der Schachtel und nimm das Ergebnis mal die Zigaretten, die du an einem gewöhnlichen Tag rauchst. Wer jeden Tag eine ganze Schachtel raucht, nimmt einfach den Schachtelpreis.
  3. In den Gewohnheitsrechner eintragen. Den Tagesbetrag in das Feld „Was kostet es einmal?“, den Rhythmus auf „täglich“ – oder auf „an jedem Arbeitstag“, wenn du am Wochenende nicht rauchst.
  4. Den Monatsbetrag festhalten. Die Zahl für den Monat kannst du als Dauerauftrag einrichten. Die Zahl für 30 Jahre ist die Größenordnung, nicht der Plan.

Wohin das Geld geht: die Steuer in jeder Schachtel

Ein Teil des Preises ist keine Zigarette, sondern Steuer, und zwar zweimal. Die Tabaksteuer beträgt vom 1. Januar 2026 bis zum 14. Februar 2027 für jede Zigarette 12,28 Cent und dazu 19,84 Prozent des Kleinverkaufspreises, mindestens aber 25,106 Cent je Stück abzüglich der Umsatzsteuer des Kleinverkaufspreises[1]. Danach gilt nach heutigem Gesetz derselbe Satz von 12,28 Cent und 19,84 Prozent weiter; nur die Mindeststeuer richtet sich dann nach dem Durchschnittspreis, den das Bundesfinanzministerium jedes Jahr bekannt macht[1]. Das gilt nur, solange der Gesetzentwurf 21/7859 nicht beschlossen ist: Er sieht für Zigaretten schon vom 1. Januar 2027 an andere Sätze vor[3]. Im Kleinverkaufspreis steckt außerdem die Umsatzsteuer von 19 Prozent[2].

Tabaksteuer je Zigarette: fester Betrag und Anteil am Kleinverkaufspreis, Gesetz und Entwurf
JahrJe StückVom PreisStand
202210,88 Cent19,84 %Gesetz[1]
2023 und 202411,15 Cent19,84 %Gesetz
202511,71 Cent19,84 %Gesetz
ab 202612,28 Cent19,84 %Gesetz
202713,44 Cent20 %Entwurf[3]
202814,65 Cent20 %Entwurf
202915,97 Cent20 %Entwurf
ab 203017,41 Cent20 %Entwurf

Die unteren vier Zeilen sind noch kein Gesetz. Am 7. September 2026 hat die Bundesregierung den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Tabaksteuergesetzes als Drucksache 21/7859 in den Bundestag eingebracht. Er sieht vom 1. Januar 2027 an vier jährliche Erhöhungen vor, und er nennt dazu, mit welchem gewichteten durchschnittlichen Kleinverkaufspreis die Bundesregierung für eine Packung mit 20 Zigaretten rechnet: 8,77 Euro im Jahr 2027, 9,56 Euro 2028, 10,42 Euro 2029 und 11,36 Euro 2030[3]. Das ist eine Prognose in einem Entwurf, kein Preis, den jemand zahlen muss – und ob der Bundestag den Entwurf so beschließt, ist offen.

Erwarteter Durchschnittspreis einer Packung mit 20 Zigaretten laut Gesetzentwurf: 2027 8,77 € je Packung, 2028 9,56 € je Packung, 2029 10,42 € je Packung, 2030 11,36 € je Packung.20278,77 € je Packung20289,56 € je Packung202910,42 € je Packung203011,36 € je Packung
Gewichteter durchschnittlicher Kleinverkaufspreis, wie ihn die Bundesregierung in Drucksache 21/7859 vom 7. September 2026 prognostiziert[3]. Ein Entwurf, kein beschlossenes Gesetz. Die Balkenlänge ist der Betrag.

Übersetzt in die Einheit dieses Beitrags: Eine Schachtel am Tag zum Durchschnittspreis, den der Entwurf für 2027 erwartet[3], kostet 3.203 € im Jahr. Zum erwarteten Durchschnittspreis von 2030 sind es 4.149 €. Beide Zahlen kommen aus demselben Rechner, nur mit anderem Preis. Deine Marke kann darüber oder darunter liegen: Ein Durchschnitt ist kein Preis im Regal.

Wie viel noch geraucht wird, zeigt das Statistische Bundesamt: 2025 wurden in Deutschland 66,4 Milliarden Zigaretten versteuert, 0,2 Prozent mehr als 2024 und 795 Stück je Einwohner. 1991 waren es noch 146,5 Milliarden und 1.831 je Kopf – die versteuerte Menge ist seither um mehr als die Hälfte zurückgegangen[4]. Für jeden, der heute raucht, ist die Rechnung trotzdem dieselbe.

Versteuerte Zigaretten in Deutschland, 1991 und 2025: 1991 146,5 Mrd. Stück, 2025 66,4 Mrd. Stück.1991146,5 Mrd. Stück202566,4 Mrd. Stück
Milliarden Stück im Jahr, laut Statistischem Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 026 vom 23. Januar 2026[4]. Der kurze Balken ist weniger als die Hälfte des langen. Gezeigt ist die Menge, nicht der Umsatz.

Die 30-Jahre-Rechnung, in der ehrlichen Fassung

Jetzt die Rechnung, die in vielen Finanzvideos steht, nur vollständig. Leg die 274 € im Monat, die eine Schachtel am Tag kostet, 30 Jahre lang mit 5 Prozent Rendite im Jahr an. Am Ende stehen 223.364 € im Depot. Davon hast du 98.618 € selbst eingezahlt, der Zins hat 124.746 € beigesteuert. Ein großer Teil der Zahl ist also nicht Zauberei, sondern 30 Jahre lang nicht ausgeben.

Und dann die Zahl, die in den Videos meistens fehlt: Bei 2 Prozent Geldentwertung im Jahr, dem mittelfristigen Ziel der Europäischen Zentralbank[5], sind die 223.364 € in 30 Jahren so viel wert wie 123.313 € heute. Das ist die Zahl, mit der du planen kannst, denn sie ist in dem Geld ausgedrückt, das du heute kennst.

Eine Schachtel am Tag, 30 Jahre lang angelegt: Depotwert nominal 223.364 €, In heutiger Kaufkraft 123.313 €, Selbst eingezahlt 98.618 €.0102030JahreDepotwert nominal223.364 €In heutiger Kaufkraft123.313 €Selbst eingezahlt98.618 €
Die durchgezogene Linie ist der Depotwert, die gestrichelte derselbe Wert in heutiger Kaufkraft, die gepunktete das selbst eingezahlte Geld. Jeder Punkt kommt aus derselben Formel wie die Endwerte darunter: 5 Prozent Rendite, 2 Prozent Inflation, monatliche Rate.

Warum wir mit 5 Prozent rechnen und die Inflation abziehen

Anderswo liest du oft 7 Prozent. Selten steht dabei, ob die Zahl vor oder nach Inflation und Fondskosten gemeint ist, und genau davon hängt die Summe am Ende ab. Wir nehmen 5 Prozent als nominalen Ansatz nach Kosten, ziehen die 2 Prozent Geldentwertung danach sichtbar ab und schreiben beide Annahmen unter jedes Ergebnis. Eine Zahl für die Zukunft ohne Annahme gibt es nicht.

Ein Beispiel: Daniel, 38, eine Schachtel am Tag

Daniel ist 38, raucht eine Schachtel am Tag und zahlt dafür 9 Euro. Ihn interessiert sein 60. Geburtstag, also 22 Jahre. Mit dem Feld „Über wie viele Jahre?“ auf 22: Legt er die 274 € im Monat an, stehen an seinem 60. Geburtstag 129.453 € im Depot, in heutiger Kaufkraft 83.735 €. Selbst eingezahlt hätte er 72.320 €.

Und falls der Entwurf so kommt[3] und seine Marke dem Durchschnitt folgt, bleibt es nicht bei 9 Euro: Zum erwarteten Durchschnittspreis von 2030 kostet dieselbe Gewohnheit 4.149 € im Jahr statt 3.287 €. Der Rechner nimmt dann einfach den neuen Preis.

Was die Kurve nicht zeigt

Drei Dinge, damit die Zahl nicht größer wirkt, als sie ist. Erstens: Die Kurve zeigt, was entsteht, wenn der Betrag wirklich jeden Monat angelegt wird. Geld, das nur nicht mehr für Zigaretten ausgegeben wird, steht auf keinem Depotauszug. Zweitens: Die Rechnung hält den Preis von heute 30 Jahre lang fest. Die Stufen im Gesetz von 2022 bis 2026[1] und der Entwurf bis 2030[3] zeigen in eine Richtung, aber welche Preise in 30 Jahren gelten, steht in keiner Quelle. Drittens: Auf Kapitalerträge fällt in Deutschland in der Regel Einkommensteuer von 25 Prozent an, nach Abzug des Sparer-Pauschbetrags von 1.000 Euro im Jahr[6][7]. Die Rechnung zieht keine Steuer ab; die 223.364 € sind die obere Kante, nicht das, was auf dem Konto landet.

Und eine vierte Sache, die nichts mit der Rechnung zu tun hat: Wer aufhören will und es nicht schafft, ist nicht an einer Zahl gescheitert. Diese Seite rechnet Geld. Für den Ausstieg selbst gibt es die Telefonberatung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter 0800 8 31 31 31, eine kostenfreie Servicenummer, erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr[8].

Drei Wege, und was jeder davon im Jahr bedeutet

Die Rechnung kennt keinen Vorwurf, aber drei Ausgänge, und jeder hat einen Betrag. Der Baum ist keine Anleitung zum Aufhören, sondern übersetzt drei Entscheidungen in die Einheit, in der auch Miete und Gehalt gemessen werden.

Drei Ausgänge, drei Jahresbeträge: Was machst du mit der Schachtel am Tag? Aufhören: 3.287 € im Jahr bleiben bei dir. Halbieren: 1.644 € im Jahr bleiben bei dir. Weiter so: 3.287 € im Jahr gehen weiter an Kasse und Staat.Was machst du mit der Schachtel am Tag?Aufhören3.287 € imJahr bleibenbei dir.Halbieren1.644 € imJahr bleibenbei dir.Weiter so3.287 € imJahr gehenweiter anKasse undStaat.
Dieselbe Schachtel zu 9 Euro, drei Entscheidungen. Der Betrag ist jeweils das, was im Jahr bei dir bleibt oder weiter ausgegeben wird – gerechnet mit dem Gewohnheitsrechner, nicht geschätzt.

Noch eine Einheit, die härter ist als Euro: Zeit. Wie viele Arbeitsstunden 3.287 € bei deinem Netto sind, rechnet der Arbeitszeit-Rechner – und warum diese Zahl oft mehr bewegt als ein Eurobetrag, steht in Deine Arbeitsstunde ist länger, als auf deiner Abrechnung steht.

Was du dagegen tun kannst

  1. Leite den Tagesbetrag um, bevor er versickert

    Wer aufhört und das Geld einfach nicht mehr ausgibt, sieht es nie – es geht im Rest des Monats auf. Richte am Tag des Aufhörens einen Dauerauftrag über 274 € im Monat auf ein getrenntes Konto ein, am besten auf den Tag nach dem Gehaltseingang. Dann hat die Zahl aus diesem Beitrag ein Konto, auf dem man sie nach einem Jahr nachzählen kann.

  2. Wenn du nicht aufhörst: Halbiere und mach die Differenz sichtbar

    Zehn statt zwanzig am Tag sind 1.644 € im Jahr, die bleiben. Das ist eine Entscheidung über eine Stückzahl, nicht über alles oder nichts. Kauf die Schachtel statt der Stange – wer den Preis bei jedem Kauf einzeln bezahlt, sieht ihn wenigstens. Und leg die 137 € im Monat per Dauerauftrag beiseite.

  3. Fang mit dem Notgroschen an, nicht mit dem Depot

    Die 30-Jahre-Kurve ist die Größenordnung, nicht der erste Schritt. Wer keine Rücklage hat, verkauft im ersten Notfall womöglich genau dann, wenn die Kurse gerade unten sind. Wie viel Rücklage du brauchst und wo sie liegen sollte, steht in Notgroschen: wie viel du wirklich brauchst – erst danach lohnt sich die Frage nach den 5 Prozent.

Häufige Fragen

Ich rauche keine ganze Schachtel am Tag. Gilt die Rechnung trotzdem?

Ja, nur mit deiner Zahl. Die Tabelle oben rechnet fünf, zehn, zwanzig und vierzig Stück durch. Für jede andere Menge teilst du den Schachtelpreis durch die Stückzahl der Schachtel, nimmst das mal deine Zigaretten am Tag und trägst den Betrag in den Rechner ein. Die Rechnung ist linear: Die Hälfte der Zigaretten kostet die Hälfte des Geldes, im Jahr wie in 30 Jahren.

Meine Schachtel kostet nicht 9 Euro. Warum rechnet ihr damit?

Die 9 Euro sind ein Beispielwert und keine erhobene Zahl. Einen amtlichen Durchschnittspreis für 2026 nennt keine der Quellen dieses Beitrags; der Gesetzentwurf nennt nur Prognosen ab 2027[3], und die stehen oben mit Fundstelle. Ändert sich der Preis, ändert sich jede Zeile der Tabelle im selben Verhältnis. Der Rechner nimmt deinen Preis.

Warum rechnet ihr mit 365,25 Tagen und nicht mit Arbeitstagen wie beim Kaffee?

Weil dieser Beitrag eine Schachtel an jedem Tag rechnet, auch am Wochenende. Der Kaffee in unserer Kaffee-Rechnung wird nur an Arbeitstagen gekauft. Die 0,25 Tage sind das Schaltjahr, auf vier Jahre verteilt. Wer nur unter der Woche raucht, stellt den Rhythmus im Rechner auf Arbeitstage um.

Wie viel von einer Schachtel ist Steuer?

Für 2026 rechnet dieser Beitrag keinen Eurobetrag aus, weil die Tabaksteuer vom Verkaufspreis abhängt und es dafür hier keinen Rechner gibt. Der Gesetzentwurf 21/7859 nennt eine Beispielzahl: Bei dem für 2027 erwarteten Durchschnittspreis von 8,77 Euro je Packung mit 20 Stück entfallen 4,44 Euro auf die Tabaksteuer[3]. Die Umsatzsteuer steckt zusätzlich im selben Preis[2].

Ist der Gesetzentwurf schon beschlossen?

Nein, Stand dieses Beitrags ist er ein Entwurf, eingebracht am 7. September 2026 als Drucksache 21/7859[3]. Ob und in welcher Fassung er beschlossen wird, entscheidet der Bundestag. Deshalb stehen die Werte ab 2027 als Entwurf in der Tabelle.

Gilt das auch für E-Zigaretten und Tabakerhitzer?

Die Rechnung ja, die Zahlen nein. Wer täglich einen festen Betrag für Liquids oder Sticks ausgibt, trägt diesen Betrag in den Rechner ein. Steuersätze und Preise sind andere, deshalb steht hier keine Beispielzahl dafür.

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Wir beschreiben, wie Dinge funktionieren, und was sie kosten. Was zu deiner Lage passt, weißt nur du – im Zweifel mit jemandem, der sie kennt.

Dieser Beitrag ist keine Steuerberatung.

Quellen

  1. § 2 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 Tabaksteuergesetz (TabStG), Steuertarif für Zigaretten: 2022 10,88 Cent, 2023 bis 2024 11,15 Cent, 2025 11,71 Cent, vom 1. Januar 2026 bis zum 14. Februar 2027 12,28 Cent je Stück und 19,84 Prozent des Kleinverkaufspreises, mindestens 25,106 Cent je Stück abzüglich der Umsatzsteuer; danach 12,28 Cent und 19,84 Prozent mit Mindeststeuer nach dem gewichteten durchschnittlichen Kleinverkaufspreis, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 13. September 2026.
  2. § 12 Abs. 1 Umsatzsteuergesetz (UStG): Die Steuer beträgt für jeden steuerpflichtigen Umsatz 19 Prozent der Bemessungsgrundlage, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 13. September 2026.
  3. Drucksache 21/7859 vom 7. September 2026, Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Tabaksteuergesetzes (Vorabfassung). Regelsteuersatz für Zigaretten 2027 13,44 Cent, 2028 14,65 Cent, 2029 15,97 Cent, ab 2030 17,41 Cent je Stück und je 20 Prozent des Kleinverkaufspreises; prognostizierter gewichteter durchschnittlicher Kleinverkaufspreis einer Packung mit 20 Stück 2027 8,77 Euro (Tabaksteueranteil 4,44 Euro), 2028 9,56 Euro, 2029 10,42 Euro, 2030 11,36 Euro, Deutscher Bundestag, abgerufen am 13. September 2026. Beratungsstand laut Dokumentations- und Informationssystem des Bundestages: „Dem Bundestag zugeleitet - Noch nicht beraten“. Zuletzt geprüft am .
  4. Pressemitteilung Nr. 026 vom 23. Januar 2026: 66,4 Milliarden versteuerte Zigaretten im Jahr 2025, 0,2 Prozent mehr als 2024; 1991: 146,5 Milliarden; Pro-Kopf-Verbrauch 2025 795 Zigaretten (1991: 1.831), Statistisches Bundesamt, abgerufen am 13. September 2026.
  5. Two per cent inflation target: Preisstabilität wird nach der Strategieüberprüfung vom Juli 2021 am besten durch eine Inflation von 2 Prozent auf mittlere Sicht gewahrt, Europäische Zentralbank, abgerufen am 13. September 2026.
  6. § 32d Abs. 1 Satz 1 Einkommensteuergesetz (EStG): Die Einkommensteuer für Einkünfte aus Kapitalvermögen, die nicht unter § 20 Abs. 8 fallen, beträgt 25 Prozent, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 13. September 2026.
  7. § 20 Abs. 9 Satz 1 Einkommensteuergesetz (EStG): Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 13. September 2026.
  8. Telefonberatung zum Rauchstopp: 0800 8 31 31 31 (kostenfreie Servicenummer), Montag bis Donnerstag 10 bis 22 Uhr, Freitag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), rauchfrei-info.de, abgerufen am 13. September 2026.

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