Wie viel Miete kann ich mir leisten? Dein Budget zählt
Die Wohnung muss auch nach dem Einzug noch ins Leben passen.
Wie viel Miete du tragen kannst, hängt davon ab, was nach deinen anderen notwendigen Ausgaben und einem selbst gewählten Puffer übrig bleibt. Zwei Haushalte mit demselben Einkommen können deshalb einen ganz anderen Mietspielraum haben. Starte mit deinem verfügbaren Geld und rechne von dort rückwärts. Der Angebotspreis kommt danach.
Wenn du schon eine Wohnung im Blick hast, kannst du sie direkt im Mietbudget-Rechner prüfen. Er zeigt sowohl den rechnerischen Spielraum für die Kaltmiete als auch den Rest nach der tatsächlich eingetragenen Miete.
So entsteht dein Mietbudget
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, regelmäßige Einnahmen und feste Ausgaben zu sammeln und seltenere Rechnungen auf Monate zu verteilen.[1] Für die Wohnungssuche trennen wir die Wohnkosten vom übrigen Haushalt. Das verhindert, dass die alte Miete in deinen Fixkosten stecken bleibt und die neue zusätzlich abgezogen wird.
- Nutze das verlässlich verfügbare Nettoeinkommen des betrachteten Haushalts.
- Zieh Alltag, andere Fixkosten, Kreditraten und deinen Sparpuffer ab.
- Zieh Nebenkosten und weitere Wohnkosten ab, die neben der Kaltmiete anfallen.
- Der Rest ist der rechnerische Spielraum für die Kaltmiete. Prüfe darunter die konkrete Wohnung.
Ein Beispiel mit drei Mietangeboten
Das Beispiel arbeitet mit 2.500 € Nettoeinkommen, 250 € weiteren Wohnkosten, 250 € anderen festen Kosten, 550 € für Alltag, 100 € für Raten und 200 € Sparpuffer. Alle Beträge sind frei gewählt. Daraus ergeben sich 1.150 € Mietspielraum. Das ist keine Empfehlung, diesen Betrag vollständig auszugeben.
| Kaltmiete | Gesamte Wohnkosten | Übrig im Monat |
|---|---|---|
| 600 € | 850 € | 550 € |
| 750 € | 1.000 € | 400 € |
| 1.250 € | 1.500 € | -100 € |
Warum die Mietquote allein keine Antwort gibt
Die Wohnkostenquote teilt deine gesamten Wohnkosten durch dein Nettoeinkommen. Sie zeigt den Anteil, aber nicht, was der verbleibende Betrag in deinem Alltag leisten muss. Kinderbetreuung, gesundheitliche Ausgaben, Kreditraten oder ein langer Arbeitsweg passen nicht in eine pauschale Prozentgrenze. Der Rechner gibt deshalb keine grüne Freigabe allein wegen einer niedrigen Quote.
Prüfe auch einen engeren Monat
Rechne zusätzlich mit dem Einkommen, auf das du dich in einem schwächeren Monat verlassen kannst. Lass den Alltag dabei realistisch: Eine Wohnung wird nicht bezahlbar, indem du Lebensmittel oder notwendige Fahrten auf null setzt. Bei einem negativen Ergebnis suche nach konkreten Alternativen und prüfe, ob Kosten fehlen oder doppelt enthalten sind.
Ein Monatsüberschuss finanziert den Einzug nicht automatisch. Plane Kaution, Transport und Einrichtung separat. Für die Liste hilft das Budget für die erste Wohnung. Welche laufenden Kosten leicht fehlen, zeigt Wohnen kostet mehr als Miete.
Übrig nach deinem Plan
400,00 €Dieser Betrag bleibt nach allen eingetragenen Ausgaben und deinem Sparpuffer. Nicht erfasste Kosten gehen noch davon ab.
- Rechnerischer Spielraum für Kaltmiete
- 1.150,00 €
- Gesamte Wohnkosten pro Monat
- 1.000,00 €
- Wohnkostenanteil am Nettoeinkommen
- 40,0 %
Der Mietspielraum ist eine rechnerische Obergrenze nach deinen Eingaben, keine Empfehlung, ihn auszuschöpfen. Die Quote bewertet nicht, ob eine Wohnung zu dir passt.
| Posten | Im Monat |
|---|---|
| Nettoeinkommen | 2.500,00 € |
| Kaltmiete | 750,00 € |
| Weitere Wohnkosten | 250,00 € |
| Andere Fixkosten und Rücklagen | 250,00 € |
| Alltagsausgaben | 550,00 € |
| Kreditraten | 100,00 € |
| Sparen und Sicherheitspuffer | 200,00 € |
| Übrig nach deinem Plan | 400,00 € |
Kaution, Umzug und Einrichtung planst du zusätzlich als einmaligen Geldbedarf. Ein Monatsüberschuss sagt nicht, ob das Geld zum Einzug verfügbar ist.
Annahmen dieser Rechnung
- Monatsplanung mit deinen Beträgen, ohne pauschale Mietquote. Jede Ausgabe nur einmal zählen. Jahresrechnungen vorher auf Monate verteilen. Ohne Einmalkosten, künftige Preisänderungen, Kontostand oder Prüfung von Mietvertrag und Zahlungsfähigkeit. Vorgaben sind erfundene Beispiele.
Der ganze Rechner mit Beispiel, Rechenweg und Quellen: Mietbudget-Rechner: Wie viel Miete passt?
Was du dagegen tun kannst
-
Beträge sammeln
Nutze dein Einkommen und belegte Kosten aus dem konkreten Angebot.
-
Varianten rechnen
Prüfe einen normalen und einen finanziell engeren Monat.
-
Einzug separat planen
Halte Kaution, Umzug und laufendes Budget auseinander.
Häufige Fragen
Brutto oder netto: Mit welchem Gehalt rechne ich?
Mit dem Geld, das deinem Haushalt nach Abzügen tatsächlich zur Verfügung steht. Ein Bruttogehalt ist kein ausgabefähiges Monatsbudget.
Ist der Mietspielraum eine sichere Höchstmiete?
Nein. Er gilt nur für die vollständig eingetragenen Beträge. Fehlende Ausgaben, Veränderungen und Einmalkosten können den Spielraum verringern.
Was gilt bei schwankendem Einkommen?
Rechne mehrere plausible Monate getrennt durch. Ein Jahresdurchschnitt zeigt nicht, ob das Geld zu jedem Zahlungstermin vorhanden ist.
Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Wir beschreiben, wie Dinge funktionieren, und was sie kosten. Was zu deiner Lage passt, weißt nur du – im Zweifel mit jemandem, der sie kennt.
Quellen
- Haushaltsbuch führen: Überblick über Ihre Finanzen, Verbraucherzentrale, abgerufen am 3. Oktober 2026.
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