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Broke by Choice

Von Null auf nicht mehr arm

Wie viel Miete kann ich mir leisten? Dein Budget zählt

Die Wohnung muss auch nach dem Einzug noch ins Leben passen.

von · Veröffentlicht am · 5 Minuten Lesezeit

Wie viel Miete du tragen kannst, hängt davon ab, was nach deinen anderen notwendigen Ausgaben und einem selbst gewählten Puffer übrig bleibt. Zwei Haushalte mit demselben Einkommen können deshalb einen ganz anderen Mietspielraum haben. Starte mit deinem verfügbaren Geld und rechne von dort rückwärts. Der Angebotspreis kommt danach.

Wenn du schon eine Wohnung im Blick hast, kannst du sie direkt im Mietbudget-Rechner prüfen. Er zeigt sowohl den rechnerischen Spielraum für die Kaltmiete als auch den Rest nach der tatsächlich eingetragenen Miete.

So entsteht dein Mietbudget

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, regelmäßige Einnahmen und feste Ausgaben zu sammeln und seltenere Rechnungen auf Monate zu verteilen.[1] Für die Wohnungssuche trennen wir die Wohnkosten vom übrigen Haushalt. Das verhindert, dass die alte Miete in deinen Fixkosten stecken bleibt und die neue zusätzlich abgezogen wird.

Ein Beispiel mit drei Mietangeboten

Das Beispiel arbeitet mit 2.500 € Nettoeinkommen, 250 € weiteren Wohnkosten, 250 € anderen festen Kosten, 550 € für Alltag, 100 € für Raten und 200 € Sparpuffer. Alle Beträge sind frei gewählt. Daraus ergeben sich 1.150 € Mietspielraum. Das ist keine Empfehlung, diesen Betrag vollständig auszugeben.

Was verschiedene Kaltmieten im selben Budget verändern
KaltmieteGesamte WohnkostenÜbrig im Monat
600 €850 €550 €
750 €1.000 €400 €
1.250 €1.500 €-100 €
Das Beispielbudget nach Ausgabenblöcken: Wohnen 1.000 €, Andere Ausgaben 900 €, Sparpuffer 200 €.Wohnen1.000 €Andere Ausgaben900 €Sparpuffer200 €
Eigene Modellrechnung mit frei gewählten Beträgen. Keine Durchschnittskosten.

Warum die Mietquote allein keine Antwort gibt

Die Wohnkostenquote teilt deine gesamten Wohnkosten durch dein Nettoeinkommen. Sie zeigt den Anteil, aber nicht, was der verbleibende Betrag in deinem Alltag leisten muss. Kinderbetreuung, gesundheitliche Ausgaben, Kreditraten oder ein langer Arbeitsweg passen nicht in eine pauschale Prozentgrenze. Der Rechner gibt deshalb keine grüne Freigabe allein wegen einer niedrigen Quote.

Prüfe auch einen engeren Monat

Rechne zusätzlich mit dem Einkommen, auf das du dich in einem schwächeren Monat verlassen kannst. Lass den Alltag dabei realistisch: Eine Wohnung wird nicht bezahlbar, indem du Lebensmittel oder notwendige Fahrten auf null setzt. Bei einem negativen Ergebnis suche nach konkreten Alternativen und prüfe, ob Kosten fehlen oder doppelt enthalten sind.

Ein Monatsüberschuss finanziert den Einzug nicht automatisch. Plane Kaution, Transport und Einrichtung separat. Für die Liste hilft das Budget für die erste Wohnung. Welche laufenden Kosten leicht fehlen, zeigt Wohnen kostet mehr als Miete.

Verfügbares Einkommen des betrachteten Haushalts. Alle Vorgaben sind frei gewählte Beispiele.
Die konkrete Miete aus deinem Angebot, ohne die separat erfassten Wohnkosten.
Nebenkosten, Heizung, Haushaltsstrom, Internet und weitere Wohnkosten. Bereits enthaltene Beträge nur einmal zählen.
Ohne Wohnen und Kreditraten. Hier auch den Monatsanteil deiner Jahresrechnungen eintragen.
Lebensmittel, Mobilität, Gesundheit, Freizeit und weitere variable Ausgaben.
Vollständige Zahlungen einschließlich Zinsen. Nicht erneut bei den Fixkosten erfassen.
Dein selbst gewählter Betrag. Die Rücklagen für Jahresrechnungen stehen schon bei den anderen Fixkosten.

Diese Rechnung läuft auf unserem Server und wird nicht gespeichert – weder dein Ergebnis noch deine Eingabe.

Übrig nach deinem Plan

400,00 €

Dieser Betrag bleibt nach allen eingetragenen Ausgaben und deinem Sparpuffer. Nicht erfasste Kosten gehen noch davon ab.

Rechnerischer Spielraum für Kaltmiete
1.150,00 €
Gesamte Wohnkosten pro Monat
1.000,00 €
Wohnkostenanteil am Nettoeinkommen
40,0 %

Der Mietspielraum ist eine rechnerische Obergrenze nach deinen Eingaben, keine Empfehlung, ihn auszuschöpfen. Die Quote bewertet nicht, ob eine Wohnung zu dir passt.

Wohnen1.000,00 €Andere Ausgaben900,00 €Sparen und Puffer200,00 €
Ausgaben und Rücklagen. Dein verbleibender Betrag steht separat darüber.
Dein Monatsbudget im Detail
PostenIm Monat
Nettoeinkommen2.500,00 €
Kaltmiete750,00 €
Weitere Wohnkosten250,00 €
Andere Fixkosten und Rücklagen250,00 €
Alltagsausgaben550,00 €
Kreditraten100,00 €
Sparen und Sicherheitspuffer200,00 €
Übrig nach deinem Plan400,00 €

Kaution, Umzug und Einrichtung planst du zusätzlich als einmaligen Geldbedarf. Ein Monatsüberschuss sagt nicht, ob das Geld zum Einzug verfügbar ist.

Rücklagen berechnen

Annahmen dieser Rechnung

  • Monatsplanung mit deinen Beträgen, ohne pauschale Mietquote. Jede Ausgabe nur einmal zählen. Jahresrechnungen vorher auf Monate verteilen. Ohne Einmalkosten, künftige Preisänderungen, Kontostand oder Prüfung von Mietvertrag und Zahlungsfähigkeit. Vorgaben sind erfundene Beispiele.

Der ganze Rechner mit Beispiel, Rechenweg und Quellen: Mietbudget-Rechner: Wie viel Miete passt?

Was du dagegen tun kannst

  1. Beträge sammeln

    Nutze dein Einkommen und belegte Kosten aus dem konkreten Angebot.

  2. Varianten rechnen

    Prüfe einen normalen und einen finanziell engeren Monat.

  3. Einzug separat planen

    Halte Kaution, Umzug und laufendes Budget auseinander.

Häufige Fragen

Brutto oder netto: Mit welchem Gehalt rechne ich?

Mit dem Geld, das deinem Haushalt nach Abzügen tatsächlich zur Verfügung steht. Ein Bruttogehalt ist kein ausgabefähiges Monatsbudget.

Ist der Mietspielraum eine sichere Höchstmiete?

Nein. Er gilt nur für die vollständig eingetragenen Beträge. Fehlende Ausgaben, Veränderungen und Einmalkosten können den Spielraum verringern.

Was gilt bei schwankendem Einkommen?

Rechne mehrere plausible Monate getrennt durch. Ein Jahresdurchschnitt zeigt nicht, ob das Geld zu jedem Zahlungstermin vorhanden ist.

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Wir beschreiben, wie Dinge funktionieren, und was sie kosten. Was zu deiner Lage passt, weißt nur du – im Zweifel mit jemandem, der sie kennt.

Quellen

  1. Haushaltsbuch führen: Überblick über Ihre Finanzen, Verbraucherzentrale, abgerufen am 3. Oktober 2026.

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