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Broke by Choice

Von Null auf nicht mehr arm

Haushaltsbudget planen: Was bleibt im Monat?

Dein Kontostand ist eine Momentaufnahme. Dein Budget zeigt, was davon schon verplant ist.

von · Veröffentlicht am · 6 Minuten Lesezeit

Ein Haushaltsbudget beantwortet eine konkrete Frage: Reicht das regelmäßig verfügbare Geld für deine geplanten Zahlungen? Dazu gehören auch Beträge, die erst später abgebucht werden. Eine Jahresversicherung verschwindet nicht aus deiner Planung, nur weil sie diesen Monat nicht auf dem Kontoauszug steht. Ein Sparziel ist ebenfalls eine feste Verwendung deines Geldes, sobald du es in den Plan aufnimmst.

Erst den Haushalt festlegen, dann die Beträge sammeln

Entscheide, ob du für dich allein oder für einen gemeinsamen Haushalt rechnest. Einkommen von zwei Personen und nur die Ausgaben einer Person passen nicht zusammen. Bei einem gemeinsamen Konto erfasse Überträge zwischen euren eigenen Konten nicht als neue Einnahmen. Ein Disporahmen ist ebenfalls kein Einkommen. Für einen ersten Überblick helfen aktuelle Abrechnungen, Kontoauszüge und eine Liste der Verträge.

Die Verbraucherzentrale beginnt beim Haushaltsbuch mit regelmäßigen Einnahmen und festen Ausgaben. Zahlungen, die nur jährlich oder halbjährlich anfallen, werden auf Monate verteilt und als Rücklage berücksichtigt. Danach folgt die Planung der veränderlichen Ausgaben.[1] Unser Rechner trennt diese Blöcke ausdrücklich, damit eine Jahresrechnung nicht unbemerkt doppelt in die Summe gerät.

Welche Ausgabe gehört wohin?

Die Felder deines Monatsplans
FeldWas hineingehört
NettoeinkommenRegelmäßig verfügbares Geld nach Abzügen
FixkostenMiete, Energie, Telefon und andere monatliche Verpflichtungen
AlltagLebensmittel, Fahrten, Freizeit und weitere variable Ausgaben
JahreskostenGesamter Jahresbetrag der noch nicht erfassten Rechnungen
KreditratenVollständige Monatsraten einschließlich Zinsen
SparenZusätzliche Rücklagen oder Sparziele, ohne den Jahreskostentopf

Ein Posten darf nur einmal vorkommen. Steckt eine Kreditrate schon in deinen Fixkosten, zieh sie dort ab, bevor du sie ins Ratenfeld einträgst. Dasselbe gilt für die monatliche Rücklage einer Jahresversicherung. Barzahlungen gehören zu den Alltagsausgaben; die Bargeldabhebung und der spätere Einkauf sind zusammen keine zwei Ausgaben.

Beispiel: Einkommen ist noch kein Spielraum

Für dieses frei gewählte Beispiel setzen wir 2.500 Euro Einkommen, 1.100 Euro Fixkosten und 650 Euro Alltagsausgaben an. Hinzu kommen 1.200 Euro Jahresrechnungen, 150 Euro Monatsraten und ein Sparziel von 200 Euro im Monat. Das sind Modellwerte, keine Empfehlung und keine Durchschnittsdaten.

Wofür das Beispielbudget im Monat vorgesehen ist: Fixkosten 1.100 €, Alltag 650 €, Jahresrücklage 100 €, Kreditraten 150 €, Sparen 200 €.Fixkosten1.100 €Alltag650 €Jahresrücklage100 €Kreditraten150 €Sparen200 €
Eigene Modellrechnung mit frei gewählten Beträgen. Die Jahreskosten erscheinen als monatliche Rücklage.

Für Jahresrechnungen gehen rechnerisch 100 € pro Monat zur Seite. Für den Alltag sind nach Fixkosten, Rücklage, Raten und Sparziel 950 € verfügbar. Nach den eingeplanten Alltagsausgaben bleiben 300 € übrig. Der letzte Betrag ist der noch unverplante Rest, nicht der aktuelle Kontostand.

Setz deine eigenen Beträge ein

Regelmäßiges verfügbares Einkommen des gesamten betrachteten Haushalts.
Zum Beispiel Miete, Energie, Telefon und Monatsabos. Ohne die unten getrennt erfassten Posten.
Zum Beispiel Lebensmittel, Fahrtkosten und Freizeit. Keine bereits erfassten Fixkosten.
Jahresversicherungen, Jahresabos oder geplante Anschaffungen. Gesamtbetrag, noch nicht auf Monate verteilt.
Vollständige Rate einschließlich Zinsen. Nicht zusätzlich bei Fixkosten eintragen.
Für Notgroschen oder andere Ziele. Die Rücklage für Jahresrechnungen wird schon separat abgezogen.

Diese Rechnung läuft auf unserem Server und wird nicht gespeichert – weder dein Ergebnis noch deine Eingabe.

Für Alltag verfügbar

950,00 €

Rücklage für Jahresrechnungen pro Monat

100,00 €

Geplanter Sparbetrag

200,00 €

Das ist der noch nicht verplante Betrag nach Alltag und Sparziel. Prüfe vor dem Ausgeben die nächsten Fälligkeiten und deinen tatsächlichen Kontostand.

Einkommen im Monat 2.500,00 €
Fixkosten im Monat 1.100,00 €
Rücklage für Jahresrechnungen 100,00 €
Kreditraten im Monat 150,00 €
Sparbetrag im Monat 200,00 €
Alltagsausgaben im Monat 650,00 €
Übrig nach deinem Plan 300,00 €

Annahmen dieser Rechnung

  • Monatsplanung mit gleichbleibenden Beträgen. Jahresrechnungen werden auf zwölf Monate verteilt und auf volle Cent aufgerundet. Fälligkeiten und Kontostand sind nicht abgebildet; jeder Posten darf nur einmal vorkommen.

Der ganze Rechner mit Beispiel, Rechenweg und Quellen: Haushaltsbudget-Rechner: Was bleibt im Monat?

Ein positiver Monat kann trotzdem knapp werden

Der Rechner verteilt Jahresrechnungen über zwölf Monate. Wird eine große Rechnung bereits nächste Woche fällig und ist die Rücklage leer, hilft ein rechnerisch ausgeglichener Monatsdurchschnitt allein nicht. Prüfe deshalb neben dem Budget auch die nächsten Zahlungstermine und das Geld, das dafür schon bereitliegt. Die Anleitung zu jährlichen Ausgaben zeigt die Trennung zwischen laufender Rücklage und unmittelbar fälliger Zahlung.

Wenn das Ergebnis negativ ist

Prüfe zuerst fehlende Einnahmen und doppelte Posten. Bleibt der Fehlbetrag, passt der Plan noch nicht zum Einkommen. Ein Sparbetrag lässt sich in der Planung verändern; eine fällige Miete verschwindet dadurch nicht. Wenn notwendige Zahlungen nicht mehr gedeckt sind, findest du unter Wenn es wirklich eng ist Anlaufstellen für Unterstützung.

Nach dem ersten Monat mit der Wirklichkeit abgleichen

Vergleiche den Plan mit den tatsächlichen Zahlungen. War der Lebensmitteleinkauf teurer, korrigiere den Ansatz. Ist ein Vertrag weggefallen, ändere die Fixkosten erst ab dem wirksamen Ende. Lass Rücklagen in ihrer eigenen Kategorie stehen, auch wenn sie auf demselben Konto liegen. Für den Einstieg in die Auszüge gibt es das Haushaltsbuch in zwanzig Minuten. Den Betrag für einen Notfall prüfst du anschließend mit dem Notgroschen-Rechner.

Was du dagegen tun kannst

  1. Auszüge und Verträge sammeln

    Ordne jede Zahlung genau einem Feld zu, bevor du die Summen einträgst.

  2. Jahresrechnungen vorziehen

    Plane ihre Rücklage im Monatsbudget und prüfe zusätzlich die tatsächlichen Fälligkeiten.

  3. Den Plan nachmessen

    Vergleiche nach dem nächsten Monat die geplanten mit den tatsächlichen Beträgen.

Häufige Fragen

Ist das Budget ein Haushaltsbuch?

Das Haushaltsbuch sammelt tatsächliche Einnahmen und Ausgaben. Das Budget plant, wofür das Geld reichen soll. Der Abgleich zwischen beiden zeigt, welche Annahme du verändern musst.

Muss ich eine feste Sparquote schaffen?

Der Rechner verlangt keine Quote. Trag einen Betrag ein, den du prüfen möchtest. Bleibt ein Fehlbetrag, ist dieser Plan noch nicht finanziert.

Wie rechne ich bei schwankendem Einkommen?

Erstelle zunächst einen Plan mit einem vorsichtig gewählten Betrag, auf den du dich verlassen kannst. Prüfe einen schwächeren Monat separat. Ein guter Jahresdurchschnitt sagt nicht, wann das Geld auf dem Konto ist.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Der Rechner verarbeitet Eingaben auf dem Server, speichert sie aber nicht. Deine Ergebnisseite trägt die Werte in der Adresse; Browser-Verlauf und weitergegebene Links können sie deshalb enthalten.

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Wir beschreiben, wie Dinge funktionieren, und was sie kosten. Was zu deiner Lage passt, weißt nur du – im Zweifel mit jemandem, der sie kennt.

Quellen

  1. Haushaltsbuch führen: Überblick über Ihre Finanzen – regelmäßige Einnahmen, feste und veränderliche Ausgaben, monatliche Rücklagen für Jahresrechnungen, Verbraucherzentrale, abgerufen am 2. Oktober 2026.

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