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Broke by Choice

Von Null auf nicht mehr arm

Erste Wohnung: Budget für Einzug und Alltag planen

Der Schlüssel ist bezahlt. Der nächste Monat kommt trotzdem.

von · Veröffentlicht am · 5 Minuten Lesezeit

Bei der ersten eigenen Wohnung beantwortest du zwei verschiedene Geldfragen: Kannst du den Einzug bezahlen? Und trägt dein laufendes Einkommen den Alltag danach? Eine volle Umzugskasse beantwortet die zweite Frage nicht. Ein positiver Monatsplan beantwortet die erste ebenfalls nicht.

Lege getrennte Listen an

Die Verbraucherzentrale führt in ihrer Umzugs-Checkliste unter anderem Kaution, Verträge, Einrichtung und den Überblick über Einnahmen und Ausgaben auf.[1] Daraus machen wir für die Budgetplanung getrennte Arbeitslisten: laufende Verpflichtungen, einmaliger Geldbedarf und noch ungeklärte Beträge.

Was du vor der Zusage zusammenträgst
ListeBeispieleWas du festhältst
Laufendes BudgetMiete, Versorgung, Essen, Mobilität, RatenMonatlicher Betrag, Empfänger und Fälligkeit
EinzugKaution, Transport, notwendige EinrichtungTatsächlicher Geldbedarf und Zahlungstermin
Offene PunkteUnbekannte Nebenkosten oder fehlende AusstattungWer kann den Betrag bestätigen und bis wann?

Ein Monatsplan zum Durchspielen

Unser frei gewähltes Beispiel setzt 1.900 € verfügbares Einkommen an. Die Wohnung kostet 550 € Kaltmiete und 220 € weitere Wohnkosten. Daneben sind 180 € feste Kosten, 500 € Alltag, 0 € Raten und 150 € Sparpuffer eingeplant. Es bleiben 300 €. Das sind keine typischen Kosten für Auszubildende oder Studierende; du ersetzt sie durch deine eigene Lage.

Wohin das Beispielbudget jeden Monat geht: Wohnen 770 €, Andere Ausgaben 680 €, Sparpuffer 150 €.Wohnen770 €Andere Ausgaben680 €Sparpuffer150 €
Eigene Modellrechnung mit frei gewählten Beträgen. Keine Durchschnittskosten.

Teste den Monat nach der Begeisterung

Im ersten Plan ist oft alles optimistisch: wenig unterwegs, keine unerwartete Rechnung und jeder Nebenverdienst klappt. Rechne ein zweites Mal mit einem engeren Monat. Hier sinkt ausschließlich das Einkommen; die Verpflichtungen bleiben unverändert.

Gleiche Ausgaben, anderes Einkommen
SzenarioEinkommenÜbrig
Ausgangsbeispiel1.900 €300 €
Engerer Monat1.550 €-50 €

Wenn das Ergebnis kippt, weißt du, welche Lücke du vor einer Zusage klären musst. Ein angekündigter Zuschuss, eine erhoffte Rückzahlung oder ein noch nicht sicherer Nebenjob ist dafür etwas anderes als bereits verfügbares Geld. Rechne eine Unterstützung erst mit dem Betrag und ab dem Zeitpunkt ein, auf die du dich tatsächlich verlassen kannst.

Mach aus der Einrichtung keine neue Monatsfalle

Sortiere Möbel und Anschaffungen nach notwendig zum Einzug, später sinnvoll und vorerst verzichtbar. Halte Lieferkosten und notwendige Anschlüsse fest. Wer eine Einrichtung in Raten bezahlt, braucht sie zusätzlich im laufenden Budget. Die ursprüngliche Kaufsumme und die Rate darfst du dabei nicht beide als monatliche Ausgabe zählen.

Zum Nachrechnen: Mietbudget prüfen. Zur Vollständigkeit: Kosten neben der Miete sammeln. Für dein gesamtes Geld über die Wohnungssuche hinaus: ein Haushaltsbudget aufbauen.

Verfügbares Einkommen des betrachteten Haushalts. Alle Vorgaben sind frei gewählte Beispiele.
Die konkrete Miete aus deinem Angebot, ohne die separat erfassten Wohnkosten.
Nebenkosten, Heizung, Haushaltsstrom, Internet und weitere Wohnkosten. Bereits enthaltene Beträge nur einmal zählen.
Ohne Wohnen und Kreditraten. Hier auch den Monatsanteil deiner Jahresrechnungen eintragen.
Lebensmittel, Mobilität, Gesundheit, Freizeit und weitere variable Ausgaben.
Vollständige Zahlungen einschließlich Zinsen. Nicht erneut bei den Fixkosten erfassen.
Dein selbst gewählter Betrag. Die Rücklagen für Jahresrechnungen stehen schon bei den anderen Fixkosten.

Diese Rechnung läuft auf unserem Server und wird nicht gespeichert – weder dein Ergebnis noch deine Eingabe.

Übrig nach deinem Plan

300,00 €

Dieser Betrag bleibt nach allen eingetragenen Ausgaben und deinem Sparpuffer. Nicht erfasste Kosten gehen noch davon ab.

Rechnerischer Spielraum für Kaltmiete
850,00 €
Gesamte Wohnkosten pro Monat
770,00 €
Wohnkostenanteil am Nettoeinkommen
40,5 %

Der Mietspielraum ist eine rechnerische Obergrenze nach deinen Eingaben, keine Empfehlung, ihn auszuschöpfen. Die Quote bewertet nicht, ob eine Wohnung zu dir passt.

Wohnen770,00 €Andere Ausgaben680,00 €Sparen und Puffer150,00 €
Ausgaben und Rücklagen. Dein verbleibender Betrag steht separat darüber.
Dein Monatsbudget im Detail
PostenIm Monat
Nettoeinkommen1.900,00 €
Kaltmiete550,00 €
Weitere Wohnkosten220,00 €
Andere Fixkosten und Rücklagen180,00 €
Alltagsausgaben500,00 €
Kreditraten0,00 €
Sparen und Sicherheitspuffer150,00 €
Übrig nach deinem Plan300,00 €

Kaution, Umzug und Einrichtung planst du zusätzlich als einmaligen Geldbedarf. Ein Monatsüberschuss sagt nicht, ob das Geld zum Einzug verfügbar ist.

Rücklagen berechnen

Annahmen dieser Rechnung

  • Monatsplanung mit deinen Beträgen, ohne pauschale Mietquote. Jede Ausgabe nur einmal zählen. Jahresrechnungen vorher auf Monate verteilen. Ohne Einmalkosten, künftige Preisänderungen, Kontostand oder Prüfung von Mietvertrag und Zahlungsfähigkeit. Vorgaben sind erfundene Beispiele.

Der ganze Rechner mit Beispiel, Rechenweg und Quellen: Mietbudget-Rechner: Wie viel Miete passt?

Was du dagegen tun kannst

  1. Beträge sammeln

    Nutze dein Einkommen und belegte Kosten aus dem konkreten Angebot.

  2. Varianten rechnen

    Prüfe einen normalen und einen finanziell engeren Monat.

  3. Einzug separat planen

    Halte Kaution, Umzug und laufendes Budget auseinander.

Häufige Fragen

Wie viel muss ich vor dem Auszug gespart haben?

Addiere den konkreten Geldbedarf für deinen Einzug und einen zu deiner Lage passenden Puffer. Ohne Mietangebot, Ausstattung und vorhandenes Geld wäre ein pauschaler Betrag eine Schätzung.

Kann ich Kaution und Notgroschen zusammenzählen?

Für deine Planung solltest du gebundenes Geld nicht zugleich als frei verfügbaren Notgroschen behandeln.

Funktioniert der Rechner für eine WG?

Ja. Nutze nur deinen verlässlich zu tragenden Kostenanteil mit deinem Einkommen oder rechne konsequent für die ganze WG.

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Wir beschreiben, wie Dinge funktionieren, und was sie kosten. Was zu deiner Lage passt, weißt nur du – im Zweifel mit jemandem, der sie kennt.

Quellen

  1. Umzugs-Checkliste: Was ist beim Einzug in deine eigene Wohnung zu beachten?, Verbraucherzentrale, abgerufen am 3. Oktober 2026.

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