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Broke by Choice

Der Geldverbrenner der Woche

Lieferdienste: die Gewohnheit, die dich eine vierstellige Summe kostet

Zweimal die Woche bestellen fühlt sich an wie 28 €. Im Jahr ist es eine vierstellige Summe.

von · Veröffentlicht am · Zuletzt geprüft am · 6 Minuten Lesezeit

Derselbe Betrag in drei Zeiträumen: Pro Woche 28 €, Pro Monat 122 €, Pro Jahr 1.461 €.Pro Woche28 €Pro Monat122 €Pro Jahr1.461 €

Eine Bestellung für 28 € ist kein Luxus. 52 Bestellungen für 28 € sind 1.461 € – und damit fast die Hälfte dessen, was ein Haushalt in Deutschland im Monat netto zur Verfügung hat[1] – ausgegeben in Portionen, über die man nicht nachdenkt.

Wo der Aufschlag versteckt ist

Beim Liefern zahlst du an vier Stellen gleichzeitig, und nur eine davon steht als eigener Posten in der Rechnung: den Speisenpreis (oft höher als in der Karte vor Ort), die Liefergebühr, die Servicegebühr und das Trinkgeld. Keinen dieser vier Posten vergleichst du mit dem Preis vor Ort, weil du hungrig bist.

Das ist kein Skandal und keine Abzocke – Lieferung kostet nun mal etwas. Der Punkt ist ein anderer: Bei einem einzelnen Abend ist der Aufschlag egal. Bei hundert Abenden im Jahr steht er in derselben Größenordnung wie das, was ein deutscher Haushalt im Schnitt insgesamt für Gastronomie und Beherbergung ausgibt – 215 € im Monat, gegen 457 € für Nahrungsmittel und 448 € für Verkehr[2].

Deine Rechnung

Diese Rechnung läuft auf unserem Server und wird nicht gespeichert – weder dein Ergebnis noch deine Eingabe.

pro Woche

28 €

pro Monat

122 €

pro Jahr

1.461 €

Einmal 28 €
Mal im Jahr (wöchentlich) 52,18
Im Jahr 1.461 €
Als Monatsrate angelegt 122 €
Nach dem Zeitraum, nominal 99.272 €
Davon in heutiger Kaufkraft 54.805 €

Annahmen dieser Rechnung

  • Angenommene Rendite je Jahr: 5,0 %
  • Angenommene Geldentwertung je Jahr: 2,0 %
  • Betrachtungszeitraum: 30
  • Gerechnet, als würde der Jahresbetrag in zwölf Monatsraten angelegt.

Der ganze Rechner mit Beispiel, Rechenweg und Quellen: Gewohnheitsrechner: was dein Coffee to go im Jahr kostet

Was du dagegen tun kannst

  1. Halbieren statt streichen

    Von zwei Bestellungen die Woche auf eine ist keine Askese und spart die Hälfte. Von zwei auf null ist der Vorsatz, der sich gut anhört und selten überlebt. Der Unterschied zwischen einem Vorsatz, der hält, und einem, der nicht hält, ist meistens seine Größe.

  2. Bestell abgeholt statt geliefert, wenn es passt

    Liefergebühr und Servicegebühr entfallen, der Speisenpreis ist oft niedriger. Bei einem Restaurant im Umkreis von zehn Minuten ist das der größte Einzelhebel dieser Liste – und das Essen ist wärmer.

  3. Leg eine Notfallmahlzeit ins Tiefkühlfach

    Bestellt wird selten aus Lust, meistens aus Leere. Zwei fertige Portionen im Eisfach kosten einmal eine Stunde Kochen und nehmen der Bestellung ihren häufigsten Anlass. Wie das rechnerisch aussieht, steht in Was eine selbst gekochte Portion wirklich kostet.

Häufige Fragen

Ist Zeitersparnis nicht auch Geld wert?

Ja, und das ist ein gutes Argument – solange man es rechnet und nicht behauptet. Eine Lieferung spart gegenüber Selberkochen vielleicht 40 Minuten. Bei 15 € Aufschlag sind das gut 22 € je Stunde. Ob dir deine Stunde das wert ist, ist eine ehrliche Frage mit einer ehrlichen Antwort. Sie fällt nur anders aus, wenn man sie stellt.

Dieser Beitrag wurde korrigiert. Was falsch war, steht auf der Korrekturseite – mit Datum. Alle Korrekturen ansehen

Quellen

  1. Einkommen privater Haushalte nach Einkommensarten und Haushaltstyp 2025: Median des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens 3.176 Euro über alle Haushalte, 1.958 Euro bei Alleinlebenden, Statistisches Bundesamt, abgerufen am 26. August 2026.
  2. Struktur der Konsumausgaben privater Haushalte im Zeitvergleich, Durchschnitt je Haushalt und Monat 2024: Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 457 Euro, Verkehr 448 Euro, Freizeit, Unterhaltung und Kultur 309 Euro, Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen 215 Euro, Statistisches Bundesamt, abgerufen am 26. August 2026.

Die 5-Euro-Ohrfeige

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