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Broke by Choice

Arm sein ist teuer. Arm bleiben ist eine Entscheidung.

Der Geldverbrenner der Woche

Lieferdienste: die Gewohnheit, die dich ein Netto-Monatsgehalt kostet

Zweimal die Woche bestellen fühlt sich an wie 28 €. Im Jahr ist es eine vierstellige Summe.

von · · 6 Minuten Lesezeit

Eine Bestellung für 28 € ist kein Luxus. 52 Bestellungen für 28 € sind 1.461 € – und für die meisten Haushalte ist das mehr als ein Netto-Monatsgehalt, ausgegeben in Portionen, über die man nicht nachdenkt.

Wo der Aufschlag versteckt ist

Beim Liefern zahlst du an vier Stellen gleichzeitig, und nur eine davon steht als eigener Posten in der Rechnung: den Speisenpreis (oft höher als in der Karte vor Ort), die Liefergebühr, die Servicegebühr und das Trinkgeld. Drei davon sind Prozentsätze auf einen Betrag, den du nicht vergleichst, weil du hungrig bist.

Das ist kein Skandal und keine Abzocke – Lieferung kostet nun mal etwas. Der Punkt ist ein anderer: Bei einem einzelnen Abend ist der Aufschlag egal. Bei hundert Abenden im Jahr ist er der größte variable Posten im Haushaltsbudget nach der Miete.

Deine Rechnung

Diese Rechnung läuft auf unserem Server und wird nicht gespeichert – weder dein Ergebnis noch deine Eingabe.

pro Woche

28 €

pro Monat

122 €

pro Jahr

1.461 €

Einmal 28 €
Mal im Jahr (wöchentlich) 52,18
Im Jahr 1.461 €
Als Monatsrate angelegt 122 €
Nach dem Zeitraum, nominal 99.272 €
Davon in heutiger Kaufkraft 54.805 €

Annahmen dieser Rechnung

  • Angenommene Rendite je Jahr: 5,0 %
  • Angenommene Geldentwertung je Jahr: 2,0 %
  • Betrachtungszeitraum: 30
  • Gerechnet, als würde der Jahresbetrag in zwölf Monatsraten angelegt.

Was du dagegen tun kannst

  1. Halbieren statt streichen

    Von zwei Bestellungen die Woche auf eine ist keine Askese und spart die Hälfte. Von zwei auf null hält bei den meisten Menschen drei Wochen. Der Unterschied zwischen einem Vorsatz, der hält, und einem, der nicht hält, ist meistens seine Größe.

  2. Bestell abgeholt statt geliefert, wenn es passt

    Liefergebühr und Servicegebühr entfallen, der Speisenpreis ist oft niedriger. Bei einem Restaurant im Umkreis von zehn Minuten ist das der größte Einzelhebel dieser Liste – und das Essen ist wärmer.

  3. Leg eine Notfallmahlzeit ins Tiefkühlfach

    Bestellt wird selten aus Lust, meistens aus Leere. Zwei fertige Portionen im Eisfach kosten einmal eine Stunde Kochen und nehmen der Bestellung ihren häufigsten Anlass. Wie das rechnerisch aussieht, steht in Was eine selbst gekochte Portion wirklich kostet.

Häufige Fragen

Ist Zeitersparnis nicht auch Geld wert?

Ja, und das ist ein gutes Argument – solange man es rechnet und nicht behauptet. Eine Lieferung spart gegenüber Selberkochen vielleicht 40 Minuten. Bei 15 € Aufschlag sind das gut 22 € je Stunde. Ob dir deine Stunde das wert ist, ist eine ehrliche Frage mit einer ehrlichen Antwort. Sie fällt nur anders aus, wenn man sie stellt.

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