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Broke by Choice

Arm sein ist teuer. Arm bleiben ist eine Entscheidung.

Billig leben, gut leben

Was eine selbst gekochte Portion wirklich kostet

Nicht 1,20 €, wie die Sparblogs behaupten, und nicht 12 €, wie es sich anfühlt. Rechne es mit deinen Preisen.

von · · 5 Minuten Lesezeit

Spartipp-Listen rechnen gern mit Zutatenpreisen aus dem Angebotsprospekt und kommen auf Portionen für 1,20 €. Das stimmt für genau die Woche, in der Linsen im Angebot waren. Ehrlich ist eine andere Rechnung: Zutaten zum Normalpreis, dazu der Verderb – also das, was im Kühlschrank schlecht wird, weil ein Rezept 200 g Sahne braucht und der Becher 250 g hat.

Ein realistischer Ansatz

Rechne mit 3,80 € je Portion für ein Gericht, das satt macht und nicht aus Nudeln mit Ketchup besteht. Bei einer Hauptmahlzeit am Tag sind das 1.388 € im Jahr für Essen zu Hause. Das ist die Zahl, gegen die sich Kantine, Imbiss und Lieferung vergleichen lassen – nicht gegen die 1,20 € aus dem Prospekt.

Der Posten, den fast alle vergessen

Verderb. In vielen Haushalten wandert ein spürbarer Teil des Eingekauften in den Müll, und zwar nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil Packungsgrößen und Rezeptmengen nicht zueinander passen. Wer das senken will, muss nicht sparsamer einkaufen, sondern anders planen.

Rechne deine Portion

Diese Rechnung läuft auf unserem Server und wird nicht gespeichert – weder dein Ergebnis noch deine Eingabe.

pro Woche

27 €

pro Monat

116 €

pro Jahr

1.388 €

Einmal 3,80 €
Mal im Jahr (täglich) 365,25
Im Jahr 1.388 €
Als Monatsrate angelegt 116 €
Nach dem Zeitraum, nominal 94.306 €
Davon in heutiger Kaufkraft 52.064 €

Annahmen dieser Rechnung

  • Angenommene Rendite je Jahr: 5,0 %
  • Angenommene Geldentwertung je Jahr: 2,0 %
  • Betrachtungszeitraum: 30
  • Gerechnet, als würde der Jahresbetrag in zwölf Monatsraten angelegt.

Was du dagegen tun kannst

  1. Koche einmal, iss dreimal

    Die dreifache Menge kostet kaum mehr Zeit als die einfache, und die zwei Portionen im Kühlschrank sind genau die, die sonst bestellt worden wären. Das ist der einzige Spartipp dieser Liste, der gleichzeitig Zeit spart.

  2. Plane vom Kühlschrank aus, nicht vom Rezept aus

    Erst ansehen, was da ist, dann entscheiden, was daraus wird. Wer umgekehrt vorgeht, kauft für jedes Rezept neu und wirft den Rest weg – zweimal bezahlt für dieselbe Mahlzeit.

  3. Vergleiche mit deiner echten Alternative

    Nicht Kochen gegen Sterneküche, sondern Kochen gegen das, was du sonst tust. Wenn die Alternative ein Lieferdienst ist, steht die Rechnung in Lieferdienste: die Gewohnheit, die dich ein Netto-Monatsgehalt kostet.

Häufige Fragen

3,80 € klingt hoch für selbst gekocht.

Für Reis mit Linsen ist es hoch. Für ein Gericht mit Gemüse, einer Eiweißquelle und Beilage ist es realistisch – und der Vergleich soll gegen eine echte Mahlzeit laufen, nicht gegen die billigste denkbare. Trag im Rechner deine eigene Zahl ein; darum steht er da.

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