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Broke by Choice

Billig leben, gut leben

Mittagessen mitnehmen: Was sparst du wirklich?

Die Brotdose spart erst, wenn ein Kauf entfällt.

von · Veröffentlicht am · 6 Minuten Lesezeit

Derselbe Betrag in drei Zeiträumen: Pro Woche 9,00 €, Pro Monat 39 €, Pro Jahr 470 €.Pro Woche9,00 €Pro Monat39 €Pro Jahr470 €

Mitgebrachtes Mittagessen kann günstiger sein als der Kauf unterwegs. Die relevante Ersparnis ist aber nicht der volle Preis des gekauften Essens: Zutaten, zusätzliche Getränke und gegebenenfalls weitere Ausgaben für die mitgebrachte Mahlzeit gehören auf die andere Seite. Rechne zuerst einen tatsächlich ersetzten Kauf durch, statt sofort jeden Arbeitstag als Sparpotenzial zu buchen.

Eine Mahlzeit fair vergleichen

Nimm deinen Kassenbon als Ausgangspunkt. Vergleiche eine Mahlzeit, die du sonst wirklich gekauft hättest, mit einer mitgebrachten Portion, die dich tatsächlich satt macht. Wer zusätzlich zur Box trotzdem dieselbe Mahlzeit kauft, ersetzt keine Ausgabe. Wer zum Kochen neue Behälter anschafft, hat zunächst eine weitere Zahlung, die nicht in den Zutaten verschwindet.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt einen Essensplan, eine Einkaufsliste und selbstgekochtes Essen vom Vortag zum Mitnehmen. Das ist ein Ansatz zur Organisation, keine bezifferte Spargarantie. [1] Der erste Versuch sollte deshalb in deinen Alltag passen: ein Gericht, das du ohnehin kochst, und ein konkreter Tag, an dem du die zusätzliche Portion brauchst.

Beispiel: ein ersetzter Kauf pro Woche

Die Preise sind erfunden: 9 Euro für eine gekaufte Mahlzeit, 3,50 Euro für die mitgebrachte Portion einschließlich der für dieses Beispiel angesetzten variablen Kosten. Wir setzen genau einen solchen Tausch pro Woche an. Die Differenz von 5,50 Euro ist eine Eingabe aus diesen Beispielpreisen, keine gemessene Ersparnis eines Haushalts. Der Rechner verwendet 52,18 Wochen pro Jahr.

Gleichbleibender wöchentlicher Vergleich
VarianteBetrag pro WocheBetrag pro Jahr
Kaufen9,00 €470 €
Mitbringen3,50 €183 €
Rechnerischer Unterschied5,50 €287 €
Ein Tausch pro Woche, auf ein Jahr hochgerechnet: Kaufen 470 €, Mitbringen 183 €, Unterschied 287 €.Kaufen470 €Mitbringen183 €Unterschied287 €
Eigene Modellrechnung. Die Preise sind erfunden; zusätzliche Anschaffungen und Arbeitszeit sind nicht enthalten.

Der Jahresbetrag für den Kauf beträgt 470 €, der für das Mitbringen 183 €. Die mögliche Differenz von 287 € bleibt nur übrig, wenn der Kauf wirklich entfällt und die übrigen Annahmen passen. Die Anzeige rundet Jahresbeträge auf ganze Euro. Deshalb kann die Differenz der angezeigten gerundeten Summen von der separat gerundeten Ersparnis abweichen.

Deine eigene Wochenrechnung

Diese Rechnung läuft auf unserem Server und wird nicht gespeichert – weder dein Ergebnis noch deine Eingabe.

pro Woche

5,50 €

pro Monat

24 €

pro Jahr

287 €

Einmal 5,50 €
Mal im Jahr (wöchentlich) 52,18
Im Jahr 287 €
Als Monatsrate angelegt 24 €
Nach dem Zeitraum, nominal 294 €
Davon in heutiger Kaufkraft 288 €

Annahmen dieser Rechnung

  • Angenommene Rendite je Jahr: 5,0 %
  • Angenommene Geldentwertung je Jahr: 2,0 %
  • Betrachtungszeitraum: 1
  • Gerechnet, als würde der Jahresbetrag in zwölf Monatsraten angelegt.

Der ganze Rechner mit Beispiel, Rechenweg und Quellen: Gewohnheitsrechner: was dein Coffee to go im Jahr kostet

Das Formular ist mit der wöchentlichen Differenz des Beispiels vorbelegt. Ersetze sie durch deinen eigenen Betrag und behalte den Wochenrhythmus nur bei, wenn du regelmäßig so tauschst. Für unregelmäßige Arbeitswochen kannst du zuerst einen repräsentativen Monatsbetrag bestimmen und den Rhythmus ändern. Für diesen Vergleich zählt die Jahresausgabe. Der zusätzlich angezeigte Zukunftswert verwendet die Annahmen des Gewohnheitsrechners und ist keine heute verfügbare Ersparnis.

Was in deine Portion gehört

Eine vollständige Vergleichsliste
PostenSo behandelst du ihn
ZutatenAnteil der tatsächlich verwendeten Menge, nicht automatisch die ganze Packung
ResteNur als nutzbar einplanen, wenn du sie auch verbrauchst
Getränke und ExtrasAuf beiden Seiten gleich behandeln
Behälter und AusstattungAls zusätzliche Anschaffung gesondert berücksichtigen
ZeitEinkaufen, Kochen und Aufräumen bewusst mitbedenken

Eine Packung Reis kann mehrere Mahlzeiten ermöglichen, bezahlt wird sie trotzdem beim Einkauf. Unterscheide deshalb Portionskosten und das Geld, das diese Woche an der Kasse nötig ist. Wenn dein Budget gerade sehr knapp ist, kann ein theoretisch günstiger Großeinkauf unpassend sein. Reste sind außerdem nicht kostenlos, wenn du sie nur wegen des Sparplans zusätzlich einkaufst.

Klein anfangen und mit echten Belegen nachrechnen

Wähle ein Gericht, prüfe die Aufbewahrungs- und Transportmöglichkeiten an deinem Arbeitsplatz und plane die Portion in deinen Einkauf ein. Diese Seite ist eine Kostenrechnung; sie ersetzt keine Hinweise zur sicheren Lagerung der jeweiligen Lebensmittel. Wenn die Rahmenbedingungen nicht passen, braucht es eine andere Mahlzeit oder einen anderen Sparhebel.

Vergleiche nach dem Versuch die tatsächlichen Zahlungen und den Aufwand mit deiner Planung. Der Beitrag Billig kochen hilft beim Blick auf Lebensmittelkosten. Im Haushaltsbuch siehst du, ob der Unterschied in deinem Monatsbudget ankommt. Es geht um eine brauchbare Gewohnheit, nicht um eine möglichst große Zahl auf dem Papier.

Beim Einkauf hilft der Vergleich der Grundpreise. Die Rechnung zur Großpackung zeigt zusätzlich, wie viel du verbrauchen musst, damit der Mengenrabatt erhalten bleibt.

Was du dagegen tun kannst

  1. Einen Kauf ersetzen

    Plane zuerst eine konkrete Mahlzeit, die du wirklich nicht mehr kaufst.

  2. Vollständig rechnen

    Zähle Zutaten und zusätzliche Anschaffungen mit.

  3. Am Alltag prüfen

    Vergleiche nach dem Versuch Belege und Aufwand.

Häufige Fragen

Ist der ganze Preis des gekauften Essens meine Ersparnis?

Nein. Ziehe die zusätzlichen Kosten der Alternative ab und berücksichtige Anschaffungen gesondert. Der Kauf muss tatsächlich entfallen.

Muss ich jeden Tag vorkochen?

Nein. Das Beispiel rechnet mit einem ersetzten Kauf pro Woche. Plane nur die Wechsel, die zu deinem Alltag passen.

Sind Reste kostenlos?

Nicht automatisch. Für den Vergleich zählen Einkauf, genutzte Menge und die Frage, ob du dafür zusätzliche Lebensmittel kaufen musst.

Quellen

  1. So geht gesunde Ernährung mit wenig Geld, Verbraucherzentrale, abgerufen am 2. Oktober 2026.

Die 5-Euro-Ohrfeige

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