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Broke by Choice

Arm sein ist teuer. Arm bleiben ist eine Entscheidung.

Die Rechnung

Was dein Auto wirklich pro Kilometer frisst

Fast jeder nennt auf die Frage nach den Autokosten den Sprit. Der Sprit ist knapp ein Drittel.

von · · 7 Minuten Lesezeit

Ein gebrauchter Mittelklassewagen für 18.000 €, nach acht Jahren noch 6.000 € wert, 12.000 km im Jahr, 6,5 Liter auf 100 km bei 1,75 € je Liter. Sprit: 1.365 € im Jahr. Alles zusammen: 4.315 €. Der Unterschied ist 2.950 € – und der steht auf keinem Kontoauszug.

Der größte Posten ist unsichtbar

Der Wertverlust ist bei diesem Beispiel der teuerste Einzelposten, größer als der Sprit. Er wird nie abgebucht, er steht in keinem Haushaltsbuch, und er fällt erst auf, wenn man verkauft. Genau deshalb rechnet ihn fast niemand mit – und genau deshalb verschätzt sich fast jeder um mehrere tausend Euro im Jahr.

Praktisch heißt das: Ein Auto kostet dich rund 360 € im Monat, bevor du losfährst. Und je Kilometer sind es gut 36 Cent – nicht die 15, die der Tankstellenpreis nahelegt.

Deine Zahlen, dein Auto

Diese Rechnung läuft auf unserem Server und wird nicht gespeichert – weder dein Ergebnis noch deine Eingabe.

pro Monat

360 €

Nur Sprit

1.365 €

Unterschätzt um

2.950 €

Postenpro Jahr
Wertverlust 1.500 €
Versicherung 620 €
Steuer 130 €
Stellplatz 0 €
Hauptuntersuchung 70 €
Kraftstoff oder Strom 1.365 €
Wartung und Reparatur 450 €
Reifen 180 €
Summe4.315 €

Je Kilometer sind das 36,0 Cent.

Annahmen dieser Rechnung

  • Hauptuntersuchung, Abstand in Jahren: 2
  • Haltedauer: 8
  • Fahrleistung je Jahr: 12.000
  • Ohne Finanzierungskosten. Wer den Wagen auf Kredit hat, zahlt zusätzlich Zinsen.

Was wir bewusst nicht eingerechnet haben

Finanzierungskosten. Wer den Wagen auf Kredit hat, zahlt Zinsen obendrauf – bei einer üblichen Laufzeit sind das schnell weitere hundert Euro im Monat. Die Rechnung oben ist also die untere Kante, nicht die obere.

Wozu die Zahl gut ist

Nicht dazu, dir das Auto auszureden. Für viele Wege und viele Lebenslagen gibt es keine Alternative, und Mobilität ist kein Luxus. Die Zahl ist gut für Entscheidungen: ob sich der Zweitwagen rechnet, ob die 40 Kilometer weiter draußen wirklich billiger wohnen heißt, und ob eine Fahrt zum Möbelhaus zwei Städte weiter für 30 € Ersparnis eine gute Idee ist. Bei 36 Cent je Kilometer kostet diese Fahrt mehr, als sie spart.

Was du dagegen tun kannst

  1. Rechne den Wertverlust aus, nicht das Bauchgefühl

    Schau nach, was dein Modell mit deinem Baujahr und deiner Laufleistung heute kostet, und was ein acht Jahre älteres kostet. Die Differenz durch die Jahre ist deine Abschreibung – die einzige seriöse Art, den größten Posten zu schätzen.

  2. Prüf die Vollkasko bei einem alten Auto

    Eine Vollkaskoversicherung ersetzt den Zeitwert. Bei einem Fahrzeug, dessen Zeitwert unter der Summe aus Selbstbeteiligung und Mehrbeitrag liegt, versicherst du einen Betrag, den du im Schadensfall kaum siehst. Das ist eine Rechnung, keine Meinung – und sie geht bei alten Autos oft klar aus.

  3. Vergleiche pro Kilometer, nicht pro Fahrt

    Carsharing, Mietwagen und Bahn wirken teuer, weil ihr Preis sichtbar ist. Deine 36 Cent je Kilometer sind es nicht. Wer unter 6.000 km im Jahr fährt, sollte beides ausrechnen – das Ergebnis überrascht häufiger, als man denkt.

Häufige Fragen

Gilt das auch für ein Elektroauto?

Die Struktur ja, die Zahlen nein. Trag Verbrauch in kWh je 100 km und den Strompreis je kWh ein; Steuer, Wartung und Wertverlust weichen ebenfalls ab. Der Rechner rechnet beides, weil er keine Antriebsart kennt, sondern nur Verbrauch und Preis.

Warum die Hauptuntersuchung alle zwei Jahre?

Das ist der laufende Fall bei Pkw; Neuwagen kommen erstmals nach 36 Monaten. Der Rechner nimmt den halben Betrag je Jahr und weist das als Annahme aus.

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